Andere Zeiten, andere Regeln

Wir halten Abstand, wir bleiben zu Hause oder zumindest im Kreise des eigenen Hausstands und wo es geboten ist, ziehen wir die Maske – die richtige natürlich – über Mund und Nase. Wir alle? Natürlich nicht! Wo sollte die 100-prozentigen und bedingungslose Rücksichtnahme in jeglicher Hinsicht auch plötzlich hergekommen sein? Dass sich jedenfalls nicht jeder an die Corona-Regeln hält oder zu halten scheint, macht sich auch in Hinweisen an Polizei und Ordnungsämter bemerkbar.

Klar ist aber auch: Gelegentlich täuscht der erste Eindruck.

Bild: Stefan Roth

Existenzbedrohende Zeiten für Diebe und Einbrecher

Ja, es fällt schwer und immer schwerer, dem Pandemie-Alltag Positives abzugewinnen. Die jüngst veröffentlichte Kriminalstatistik für die Region birgt aber immerhin einen durchaus positiven Nebeneffekt der ganzen Misere: Aus (mindestens) eineinhalb Metern lässt es sich nicht unauffällig in anderer Leute Tasche greifen. Und während wir vermehrt Haus und Wohnung hüten (müssen), haben es Einbrecher schwer.

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Natürlich empfiehlt es sich dennoch weiterhin, auf Hab und Gut achtzugeben. Und leider – auch das gibt die Kriminalstatistik her – gibt es da ja auch noch jene Kriminelle, die auf „Digital- und Telefondienst“ setzen.

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Bis 20 Uhr raus? Bis Mitternacht? Bis 21 Uhr? Inzwischen: wie es beliebt!

Nein, einfach zu durchschauen war die Lage im Bodenseekreis nicht, nachdem die landesweite nächtliche Ausgangssperre (galt ab 20 Uhr) gerichtlich gekippt worden war. Zwischendurch, ausgerechnet Gumpigen, war schließlich die eine Sperre (die ab 20 Uhr) gerade so aufgehoben und die nächste Beschränkung (die ab 21 Uhr) gerade so noch nicht Kraft. Letztere galt schließlich erst ab Freitag – genau genommen ab Mitternacht in der Nacht zum Freitag.

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Seit Freitag vergangener Woche liegt die 7-Tage-Inzidenz im Bodenseekreis nun erstmals seit Langem wieder unter 50, am Montag trat damit die vom Landratsamt verfügte Ausgangsbeschränkung (die ab 21 Uhr) damit auch schon wieder außer Kraft. Also: Endlich wieder... naja, wie wäre es mit einem Spaziergang?

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Ein Bällebad für die Allmandstraße?

In verkehrsberuhigten Bereichen gilt für Autofahrer Schrittgeschwindigkeit. Nur hält sich da im entsprechenden Abschnitt der Allmandstraße wohl längst nicht jeder dran – und das dürfte längst nicht nur dort der Fall sein. Was also tun? Die Stadt kündigt Geschwindigkeitsmessungen an, prüft eine zusätzliche Bodenmarkierung und eine noch auffälligere Positionierung des Spielstraßen-Schildes. Vielleicht reicht der eine angedeutete Ball auf dem Schild aber auch einfach nicht. Vielleicht müssen viele, viele echte Bälle her, um daran zu erinnern, dass das Leben nicht nur aus Tempo besteht.

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„Siri, ruf 116 117 an....“

Impfwillige können ein Lied davon singen: Die Corona-Hotline ist seit Wochen komplett überlastet – entweder ist besetzt oder es gibt keinen freien Termin. Nicht viel besser läuft es bei der Online-Terminvergabe. Auch in Friedrichshafen und der Region berichten Menschen von regelrechten Nachtschichten, um einen Impftermin zu ergattern. Nach der lautstarken Kritik an langen Wartezeiten am Servicetelefon und an erfolglosen Terminvereinbarungen stellt das Land nun seine Strategie um. Hoffentlich zeigt das Wirkung, ansonsten muss wohl Siri ran.

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Zwischen Eitelkeit und Existenzängsten

Haarschnitt, kaschiertes Grau und Kunst am Kinnbart? Das war einmal. Corona-Mähne, Shutdown-Pony und Krisen-Vokuhila dominieren das Kollegen-Mosaik in Video-Konferenzen und das, was im Supermarkt oberhalb der Masken auszumachen ist. Für Profis, die in ihren Salons schon seit Mitte Dezember nicht mehr zu Schere, Farbe und Trimmer greifen dürfen, wird die Lage derweil erneut prekär. Die Arbeit wird Friseuren nicht ausgehen, vorausgesetzt, sie kommen bis dahin über die Runden. Streichen Sie sich gerade gedankenverloren durch die eigene Corona-Tolle? Schicken Sie uns doch ein Foto!

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Wenn der Wagen plötzlich nach Kartoffeln riecht

In der Autobranche sind Chips gerade Mangelware. In der Industrie fehlen damit wichtige Teile – das trifft auch die Nummer drei im deutschen Zuliefergeschäft. Könnte diese schmackhafte Alternative vielleicht eine Lösung sein? Sehen Sie selbst!

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Daheim arbeiten? Nicht so einfach

Viele Angestellten dürfte sich längst an Jogginghosen-Tage gewöhnt haben – und muss wohl auch nach der Corona-Pandemie nicht mehr täglich in etwas Gebügeltes schlüpfen. Während sich für sie allerdings hier und da eine die Pandemie überdauernde Veränderung des Arbeitsalltags abzeichnet, darf nicht vergessen werden: Für viele Arbeitnehmer ist das schon während der Pandemie keine wirkliche Option.

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Spritze oder Impf-Chaos im Anflug?

Wer die Flugbewegungen über der Region verfolgt, der dürfte kurz vor Weihnachten nicht schlecht gestaunt haben: Tauchte da doch eine große Spritze auf, um genau zu sein: etwa 200 Kilometer groß. Samy Kramer hatte sie mit einem Motorflugzeug quasi in den Himmel gezeichnet.

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Der Stand in Sachen Corona-Schutzimpfung zu jenem Zeitpunkt grob vereinfacht: Nach dem Fest geht es los. Der Stand in Sachen Corona-Schutzimpfung inzwischen: Nach dem Fest ging es los, aber selbst für impfwillige Angehörige der ersten Gruppe meist zunächst mit einer Geduldsprobe. Und seit Donnerstag steht fest: Wer sich vor Ort impfen lassen möchte, braucht noch mehr Geduld. Kurzum: Die Anzahl an Impfmotiven für Himmelszeichner hat sich chaotisch vervielfacht.

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Den Spieß einmal umdrehen

Applaus, Applaus für Ärzte, Pfleger und Rettungskräfte: Mit Beifall wurde den Helfern vor allem während der ersten Corona-Welle gedankt. Doch Applaus allein reicht auf Dauer nicht, finden die Rettungskräfte. Oder was würde passieren, wenn man – natürlich rein hypothetisch – den Spieß einmal umdreht?

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Nikolaus 2.0 im Coronajahr

Die Kollegen trifft man pandemiebedingt meist nur noch in der Videoschalte, bei der Weihnachtsfeier wird zum Online-Quiz oder zur virtuellen Weinprobe eingeladen und jetzt wird auch der Besuch von Nikolaus und Knecht Ruprecht in Friedrichshafen auf den Bildschirm verlegt.

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Viren gehören natürlich nicht in die Schule, für Unterrichtsstörungen sorgen aber auch andere Dinge

Vor wenigen Monaten noch waren es in erster Linie verfrorene oder geruchsempfindliche Schüler oder Lehrer, die sich um die Luft in einem Unterrichtsraum Gedanken machten – wenn überhaupt. Diskussionen um Luftfilter, wie sie jüngst auch in Friedrichshafen aufgeflammt sind, dürften vor der Corona-Pandemie jedenfalls eher rar gesät gewesen sein.

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Wobei: Das Potenzial, für eine Störung im Unterricht zu sorgen, haben neben Viren ja durchaus noch andere Dinge und Protagonisten.

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Ja zum Flughafen! Und ja zum Klimaschutz! Und in diesem Fall in genau dieser Reihenfolge

In einer Sitzung traf der Häfler Gemeinderat zwei weitreichende Entscheidungen: Der Bodensee-Airport erhält eine (weitere) Finanzspritze in Millionenhöhe, außerdem wurden umfangreiche Konzepte für Klimaanpassung und Klimaschutz auf den Weg gebracht. Die Kombination sorgte dabei allerdings durchaus für Seitenhiebe.

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