So emotional wie in diesem Jahr war die Pressekonferenz zur Eurobike noch nie. Die 29. Auflage der internationalen Fahrradmesse, die ohne Corona die 30. wäre, ist zugleich die letzte Ausgabe in Friedrichshafen. Künftig wird die Messe in Frankfurt am Main stattfinden. Klaus Wellmann äußerte sich dennoch positiv: „Es überwiegt der Stolz“, sagte der Geschäftsführer der Messe. Schließlich habe man hier die Eurobike zur Welt-Leitmesse entwickelt. Inzwischen sei das Baby in der Pubertät und gehe zum Studieren nach Frankfurt.

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Mit gleich zwei Festival Days, den Tagen fürs Publikum, Rahmenprogramm und jeder Menge Neuheiten, bilde die Messe, Corona zum Trotz, zum Abschied das höchstmögliche Niveau der Eurobike ab, versicherte Projektleiter Dirk Heidrich. Dann rollten neueste Räder auf die Bühne im Foyer Ost. Und auch praktische Ausrüstung gibt es einem ersten Vorgeschmack nach während der Messe in Friedrichshafen zu entdecken.

Informationen zur Messe und den Festival Days

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Einige der Neuheiten, die bei der Eurobike gezeigt werden:

SUM-X, ein vierrädriges Lastenrad mit E-Antrieb, transportiert Lasten bis zu einem Gewicht von 250 Kilogramm. Dabei ist es selbst, Carbon sei Dank, ein Leichtgewicht von 49 Kilogramm.

Bild: Anette Bengelsdorf

„Coleen“, ein Speed Bike, lässt, wie Karla Sommer schwungvoll auf der Rampe beweist, jedes Auto stehen. Mit in den Rahmen integrierten Zügen wirkt das Bike aufgeräumt, mit Riemenantrieb bleibt die Hose sauber. Passend für Pendler hat sie einen wasserdichten Rucksack von Deuter mit Magnetverschluss dabei. Bernd-Uwe Gutknecht moderiert.

Bild: Anette Bengelsdorf

Das „Cargoline FS 800“ ist ein Lastenrad von Kettler. Vollgefedert mit abnehmbarem Frontaufsatz – mit Kindersitz oder zum Transport von Einkäufen – bietet es ein praktisches Detail. Oskar Fehlau passt die Sattelhöhe mit nur einem Handgriff an.

Bild: Anette Bengelsdorf

„Raijn“ von Texlock erspart das Aus- und Anziehen der Schuhe beim Überziehen des Ganzkörper-Regenanzugs: In die Ärmel schlüpfen und die Hosenbeine mit Reißverschluss schließen. Oskar Fehlau hat es vorgemacht.

Bild: Anette Bengelsdorf

Der „Flyer“ unterstützt beim Bergauffahren mit Elektroantrieb und lässt sich angeblich selbst durch das anspruchsvollste Gelände navigieren. Die goldene Lackierung ist für den selbstbewussten Fahrer gedacht. Oskars Radlerhose ist übrigens aus einem recycelten Airbag gemacht.

Bild: Anette Bengelsdorf

Dass das „Rise M-10“ von Orbea ein E-Bike ist, lässt sich auf den ersten Blick nicht erkennen. Trotzdem sorgt ein 360-Watt-Shimano-Motor für Schub am Berg. Milanka Maksimovic trägt zum Radeln ein besonderes Trikot. Für die schnelle Toiletten-Pause kann Frau das „Bib Short Forza“ am Rücken per Reißverschluss öffnen.

Bild: Anette Bengelsdorf

Kettenspannen gehört bei diesem Carbon-Mountainbike der Vergangenheit an. Gunnar Fehlau zeigt den Riemenspanner von Universal Transmissions, der für gleichbleibende Spannung sorgt.

Bild: Anette Bengelsdorf

Schlauchlose, pannensichere Reifen speziell für Schotterpisten fertigt Schwalbe an. Sie werden auf sogenannten Gravelbikes gefahren. Dieses kommt tatsächlich ohne E-Antrieb aus.

Bild: Anette Bengelsdorf

Der Rucksack von Ortlieb, den Oskar zunächst auf dem Rücken trug, montiert sein Vater mit wenigen Handgriffen als Gepäcktasche auf dem ohne Werkzeug ansteckbaren Gepäckträger.

Bild: Anette Bengelsdorf

Mobilität und Freiheit für Menschen, die nicht mit den Beinen treten können, hat das Liegerad „Hands-on-Cycle“ mit Handantrieb von Velotechnik zu bieten. Die Kette wird in einem Rohr geführt, alle Züge sind im Rahmen integriert.

Bild: Anette Bengelsdorf