Andere Zeiten, andere Befehle

In dieser Woche wurde das erste vollelektrisch betriebene Passagierschiff für den Bodensee zu Wasser gelassen. Ob man das wohl trotzdem noch vertäuen muss?

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Von Geheimnissen am Pier

Das TortureShip legt wieder ab, an den Piers in Friedrichshafen und Konstanz gibt es also wieder etwas zu Gucken. Ob jeder, der es hier vorgibt, in seinem tiefsten Inneren tatsächlich nur gucken will, bleibt dabei natürlich sein Geheimnis.

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Auf dem Trockenen

Die Nachfrage ist enorm, das Angebot aber begrenzt – die Rede ist von Schwimmkursen. Während der beiden vergangenen Corona-Jahre hat sich die Situation noch verschärft. Wo und wie eventuell noch ein Platz zu ergattern ist, erfahren Sie hier. Bleibt zu hoffen, dass nicht irgendwann der Stöpsel gezogen werden muss.

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Machen? Klar, aber erst der Papierkram

Der Klimawandel ist längst in aller Munde. Nicht erst angesichts der aktuellen Energiekrise also könnte man also meinen, dass es ein Leichtes ist, sich etwa am Ausbau erneuerbarer Energien zu beteiligen. Ist es aber nicht unbedingt, wie das Beispiel eines Obstbauern im Bodenseekreis zeigt. Wie gut, dass es Menschen gibt, die sich von Bürokratie und anderen Hürden nicht so schnell ins Bockshorn jagen lassen.

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Knapp, knapper, Betreuung

Betreuungsplätze sind knapp – das merken viele Eltern, die einen für ihr Kind suchen. In einer Häfler Kita zeigt sich aktuell: Selbst, wer eigentlich einen Platz hat, kann sich nicht unbedingt auf Betreuung verlassen. Der Grund in diesem Fall: Personalmangel. Es bleibt also ein Wettlauf in doppelter Hinsicht. Die Betreuungsplätze sind schließlich unter anderem deswegen knapp, weil Fachkräfte es ebenfalls sind. Daran ändert auch frühes Aufstehen nichts.

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Stillstand ganz ohne Pandemie-Kontext

Ob in Friedrichshafen, um Friedrichshafen oder um Friedrichshafen herum: Das auch die Tuning World endlich die Pandemie-Pause beenden konnte, ist längst nicht nur auf den Straßen in unmittelbarer Messenähe zu erkennen. Aber seien wir doch mal ehrlich: So ein bisschen macht Wiedersehen doch selbst hier im Moment Freude, oder?

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Rund um die Tuning World 2022

Ab 2022 gibt es keine Miss Tuning mehr

Ein getuntes Auto und eine meist knapp bekleidete Frau: Das gehörte bei der Tuning World Bodensee über viele Jahre untrennbar zusammen. Damit ist nun Schluss: Ab 2022 gibt es keine Miss Tuning mehr. Die Wahl der Miss ist gestrichen. Nach 17 Jahren geht es bei der Automesse damit erstmals nur um Sportwägen, und nicht mehr um knappe Bikinis und viel nackte Haut. Tschüss, Miss Tuning!

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Bäder drehen die Heizung runter

Angesichts der Energiekrise will die Stadt ab sofort Öl und Gas sparen. Dafür wird in 50 öffentlichen Gebäuden der Heizregler runtergedreht. Auch die Schwimmbäder sollen beim Heizen sparen, daher wird die Wassertemperatur hier reduziert. Könnte der sommerliche Badespaß dann vielleicht schon bald so aussehen?

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Die Zeiten des Abstands sind vorbei

Neun Euro fürs Monatsticket? Das klingt verlockend. Mit der Einschätzung, dass dieses Super-Sonderangebot neue und auch alte Kunden (wieder) für den öffentlichen Nahverkehr begeistern wird, dürfte Bodo-Geschäftsführer Jürgen Löffler nicht allein sein. Nur: Werden die Verkehrsbetriebe dem auch gewachsen sein?

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Wo, wenn nicht hier und jetzt?

Einmal Luxus im Becher bitte? Die aktuell hohen Produktkosten machen sich auch bei Eis und Waffeln bemerkbar. Das bestätigen Verkäufer am Bodensee. Auf die erfrischende Leckerei verzichten wollen Käufer trotzdem nicht. Schließlich ist Eis hier noch immer günstiger zu haben als in manchem Nachbarland. Und überhaupt ist eine Eisdiele doch ein guter Ort, um Prioritäten zu setzen, oder?

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Irgendwo wohnen müssen wir alle

Wohnungen sind ein rares Gut, da sind Pläne für zusätzlichen Wohnraum eigentlich eine gute Nachricht. Allerdings: Irgendwo wohnen müssen eben nicht nur wir Menschen. Dieser Umstand sorgt im Zusammenhang mit Bauvorhaben häufig für Konflikte, aktuell im Fallenbrunnen in Friedrichshafen. Die Sache mit dem Zusammenwohnen funktioniert eben leider nur in einer vergleichsweise überschaubaren Anzahl an Konstellationen.

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Alles eine Frage der Perspektive

Wo sollen all die Kinder betreut werden? Eine Frage, die sich in Friedrichshafen eigentlich schon länger stellt – und nicht erst, seit klar ist, dass auch für viele ukrainische Flüchtlingskinder Betreuungsplätze benötigt werden. Dennoch lautet die Antwort: in Containern. Das klingt jetzt natürlich nicht so schön. Vielleicht ist es aber ja wie so oft im Leben nur eine Frage der Perspektive und Wortwahl. Mit Bauklötzen spielen kann ja schließlich jeder, aber wer kann schon von sich behaupten, mal in einer Bauklötze-Burg residiert zu haben?

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Jetzt ist die Ursache wohl gefunden

Bei einem Spaziergang am Seeufer zeigt es sich derzeit besonders deutlich: Der Bodensee hat ziemlich wenig Wasser. Dass der Pegel im Winter sinkt, ist ganz normal, bei den aktuell niedrigen Wasserständen fragt sich manch einer dennoch: Wo ist denn der See hin?

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Die Variable G(ebühr) allein reicht nicht

Im Parkhaus oder doch lieber draußen? In Anbetracht der jüngsten Gemeinderatsentscheidung zu den Parkgebühren im Freien dürften viele Autofahrer in Friedrichshafen weiterhin zur Freiluft-Variante tendieren. Andererseits ist die Rechnung angesichts der derzeitigen Spritpreise gar nicht so einfach. Schließlich braucht es mitunter etliche Extrarunden, bis man tatsächlich an einem freien Plätzchen vorbeirollt.

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Ein Hoch auf das Dach über der „Landshut“

Seit vielen Jahren – im September sind es fünf, um genau zu sein – lagern die Teile der „Landshut“ in Friedrichshafen. Bis das Dokumentations- und Bildungszentrum, dessen zentrales Objekt die geschichtsträchtige Maschine werden soll, fertig ist, werden wohl noch weitere drei Jahre vergehen. Wie gut, dass das Flugzeug ein Dach über dem Kopf hat. Saharastaub schafft es zwar eher selten bis an den Bodensee, in all den Jahren aber nicht nur dieses eine Mal. Ohne schützenden Hangar würde man die „Landshut“ im entscheidenden Moment also womöglich gar nicht mehr wiederfinden.

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Das Monster hat einen neuen Namen

Monster unterm Bett? Nur Geduld! Irgendwann muss es ja schließlich selbst schlafen. Was aber, wenn die Quelle gar nicht unter dem Bett liegt und der monströse Lärm auch jeden anderen Winkel der Wohnung erreicht? In Teilen Friedrichshafens hat das eigentliche Monster jetzt einen neuen Namen: Es heißt B 31-neu. Zum Beispiel in Sparbruck sagen Anwohner des neuen Bundesstraßenabschnitts: 'Straßenverkehr ist zu einer Dauergeräuschkulisse geworden.'

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Weniger Nebel? Manchmal!

Nebel? Am Bodensee? Ach was, mag man angesichts des überaus sonnigen Starts in den Frühling im Moment denken. Und auch in Summe trügt dieser Eindruck nicht: Gemessen an den Sonnenstunden zumindest hat sich die Lage am Bodensee in den vergangenen Jahren gebessert. Pro Wintermonat waren es in Friedrichshafen 2003 satte drei Sonnenstunden mehr als 1972. Man muss allerdings kein Mathegenie sein, um zu erkennen: Da bleiben trotzdem noch Stunden über. Genießen wir also die sonnigen Momente. Die nächsten Nebelschwaden kommen gewiss.

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Wechselbad der närrischen Gefühle

Dem großen Hoffen folgten das nächste Bangen und die Absage öffentlicher Fasnetsveranstaltungen, nicht nur in Friedrichshafen. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es aus Stuttgart schließlich doch grünes Licht für ein wenig mehr Fasnet gab. Da standen der Gumpige und alles, was sonst zwischen Rathaussturm und Aschermittwoch auf dem Narrenfahrplan steht, aber auch schon unmittelbar bevor. Gänzlich ließen sich die Narren das Vergnügen nicht nehmen, vernügungssteuerpflichtig ist aber anders.

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Gumpiger in Friedrichshafen und Schmotziger in Immenstaad

Wenn das Büro zum Zuhause wird

In Zeiten von Wohnungsnot sind kreative Lösungen gefragt. Könnte die Umwandlung von Büroflächen in Wohnraum ein Teil der Lösung sein? In Friedrichshafen gibt es zwar entsprechende Anfragen. Doch aus Sicht der Stadtverwaltung sind vermutlich nur die wenigsten Büro- und Gewerbeflächen überhaupt dafür geeignet. Eines steht aber fest: Solche Projekte würden die Idee von Homeoffice auf eine ganz neue Ebene heben...

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Worauf das beste Schulbuch nicht vorbereitet

Gibt die Stadt mehr für Lehr- und Lernmittel in den öffentlichen Schulen oder die externe Beratung des Rathauses aus? Sie ahnen es: Diese Frage würde so überhaupt niemand stellen, wenn Schulausstattung die richtige Antwort wäre. Im Vergleich mit ähnlich großen Städten in der Region lässt sich Friedrichshafen externen Sachverstand jedenfalls viel kosten. Nach Stiftungsrecht-Exkursen zum Beispiel sucht man in Schulbüchern allerdings wohl auch vergeblich.

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Besser, bunter, entspannter

Rote Triebwagen, die eigentlich blau sein sollen, wurden bei der BOB-Bahn kurzerhand mit Aufklebern versehen: „Mach mal blau“, steht da zum Beispiel drauf. Das natürlich nicht als Dauerlösung gedacht. Sollte es aber zumindest vorübergehend helfen, wäre es doch allemal einen Versuch wert, sich den Rest der Welt auch einfach mal so zu kleben, wie es besser gefallen würde.

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Was, wenn sich dieses Internet doch nicht durchsetzt?

An den Kliniken des Medizin Campus Bodensee wird seit Mitte Januar quasi offline gearbeitet. Die Klinikteams zeigen: Es geht auch noch fast ohne Netz. Mit digitaler Entgiftung hat das nichts zu tun, Hintergrund ist eine Cyberattacke. Die IT, sonst Helfer in nahezu allen Lebens- und natürlich auch Krankenhausbereichen, ist also selbst zum Patienten geworden.

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In der Rückschau nicht so hilfreich wie erhofft

Als schnelle und unbürokratische Unterstützung sollten die Corona-Soforthilfen vom Lockdown betroffenen Unternehmen und Selbstständigen im Frühjahr 2020 unkompliziert ausgezahlt werden. Im Nachhinein lässt ein damals offenbar verbreitetes Missverständnis die Hilfen allerdings nicht mehr unbedingt allzu hilfreich dastehen.

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Jetzt nur nichts durcheinanderbringen

Der Lappen hat ausgedient. Und für einige Jahrgänge läuft die Frist am kommenden Mittwoch ab: Bis dahin sollte das ausgediente gegen ein EU-einheitliches Exemplar umgetauscht sein. 5000 Menschen im Bodenseekreis haben das allein im vergangenen Jahr bereits erledigt. Bevor nun aber allzu übermütig aussortiert wird: Die Fahrerlaubnisbehörde ist ausschließlich für Führerscheine zuständig. Um alle anderen Lappen müssen wir uns – vermutlich EU-einheitlich – selbst kümmern.

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Etikette statt Management

Er fischt den Fischern die Fische weg und am Ende des Verdauungsprozesses setzt das Ganze obendrein Baumkronen am Seeufer zu. Natürlich gehört er aber eben einfach dazu, der Kormoran. Was also tun, um die Wogen zu glätten? Braucht es ein Kormoranmanagement am Bodensee? Vielleicht reicht ja auch ein verpflichtender Kurs in der Benimmschule.

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Glühwein bestellen mal anders

Weil Advents- und Weihnachtsmärkte dieses Jahr nicht stattfinden können, haben Jannik Probst und Malena Riester einen Online-Weihnachtsmarkt für die Bodenseeregion ins Leben gerufen. Damit wollen sie Händler aus der Region unterstützen, die unter den abgesagten Weihnachtsmärkten leiden. Dank ihres Engagements kann nun jeder bequem am Bildschirm durchs Weihnachtsmarktsortiment stöbern – fürs authentische Ambiente ist jeder selbst verantwortlich. Umgewöhnen muss man sich, was die Glühweinbestellung angeht.

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Endlich ein neues Modell

Mit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember lösen elektrische Züge die alten Dieselloks auf der Südbahn-Strecke von Ulm nach Lindau ab. Damit ist die älteste Eisenbahnstrecke Württembergs, die 1850 in Betrieb ging, endlich zeitgemäß modernisiert. Dass anstelle der alten Dieselloks nun unter anderem nicht ganz neue Elektrotriebwagen aus dem Saarland aufs Gleis gestellt werden, konnte die Freude der Politiker und Bahnvertreter nicht trüben, als sie Anfang der Woche schon mal symbolisch den Hebel für die Elektrifizierung umlegten. Schließlich hat es fast 40 Jahre gedauert, bis sie das Startsignal geben konnten...

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Auch Verstärkung ist relativ

Um den Andrang in den Schulbussen zu den Stoßzeiten zu reduzieren, richtete der Bodenseekreis bereits nach dem ersten Lockdown Mitte März 2020 Verstärkerfahrten ein. Mehr Busse sollten das Ansteckungsrisiko reduzieren, indem sich die jungen Passagiere auf mehrere Fahrten verteilen. Nun hat der Ausschuss für Nahverkehr des Kreistag beschlossen: Die Verstärker sollen bis Ende des Schuljahres weiter im Einsatz sein – unabhängig davon, ob das Land die Kosten auch im kommenden Jahr bezuschusst. Dennoch zeigt sich etwa der Gesamtelternbeirat Friedrichshafen wenig zufrieden mit dem bisherigen Angebot. Während Schulbusse zu Stoßzeiten weiter überfüllt seien, blieben andere von Zeit zu Zeit beinahe leer, so die Kritik. Ob diese Verstärkung reicht?

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Zeit für den guten alten Adventskalender

Wer gerne über Weihnachtsmärkte bummelt, der durfte in Friedrichshafen lange hoffen. Etliche Märkte in der Umgebung waren bereits abgesagt, als man in der Zeppelinstadt noch zuversichtlich schien, die Bodensee-Weihnacht stattfinden lassen zu können. War doch von vornherein – und da schienen Infektionszahlen wie die derzeitigen noch weit entfernt – auch die bis dahin höchste von drei Stufen aus der Corona-Verordnung berücksichtigt worden. Mit der neuen Corona-Verordnung hatte das Hoffen allerdings ein jähes Ende. Höchste Zeit für Verlässliches? Wie wäre es mit einem Adventskalender? Da geht es zwar auch um steigende Zahlen, bei 24 ist aber Schluss. Und außerdem werden Tage gezählt und keine Gs.

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Wir sind Helikopterstandort

Gibt es da etwa doch noch ein wenig Groko übrig? Nein, in Sachen Rettungshubschrauber-Standort sind sich in Friedrichshafen und der Region schließlich auch ganz ohne Parteibuch oder großartige Sondierungsgespräche einig: Christoph 45 soll bleiben, wo er ist: am Bodensee. Aber auch in politischen Kreisen flaut der Gegenwind für die im Raum stehende Verlegung des Rettungshubschrauber-Standortes nicht ab. Startfreigabe, wenn der Rettungsheli nicht gerade zu einem Einsatz abheben soll? Unwahrscheinlich.

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