Schon immens, wie viele Hindernisse die Bautrupps überwinden müssen, bis eine 2,7 Kilometer lange Straße fertig ist. Hügel, ein Fluss und zwei Bahnlinien sind beim Bau der Ortsumfahrung Oberlauchringen zu überwinden. Allein vier Brücken sind auf der Trasse notwendig.

Luftaufnahme von der Umfahrung Oberlauchringen von der Anschlussstelle Lauchringen der A98 (rechts) in Richtung Klettgau.
Luftaufnahme von der Umfahrung Oberlauchringen von der Anschlussstelle Lauchringen der A98 (rechts) in Richtung Klettgau. | Bild: Regierungspräsidium Freiburg

An diesem Großprojekt wird seit 2017 gebaut, Ende 2021 soll die Straße, die künftige B34 fertig sein, dann rollen die ersten Fahrzeuge um Lauchringen in Richtung Klettgau. So der Plan.

Arbeiten an mehreren Stellen gleichzeitig

Wenn man so will, ist jetzt Halbzeit, und schon einiges hat sich getan. Gleich an mehreren Stellen arbeiten die Baufirmen. „Alles läuft nach Plan. Kleinere Verschiebungen in den Teilbaumaßnahmen haben keine Auswirkungen auf den Gesamtablauf“, erklärt Dieter Bollinger, Leitender Baudirektor des Regierungspräsidiums (RP) Freiburg, Dienstsitz Bad Säckingen.

Schlüsselvorgang: Einbau der Hilfsbrücken

Der Einbau der Hilfsbrücken in die Bahnstrecke Basel-Konstanz am Osterwochenende, wo im November die Brücke über die zukünftige B34 eingeschoben werden soll, betrachtet Bollinger als Schlüsselvorgang für die Gesamtmaßnahme und deren Zeitplan. Ein bisschen Stolz schwingt bei ihm mit: „Der Einbau war sogar etwa fünf Stunden schneller abgeschlossen.“

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Bisher habe es keine nennenswerten und bauzeitrelevanten Probleme gegeben. Selbst das Corona-Virus konnte den Baufortschritt nicht stoppen. Das Personal der Baufirmen, Planungsbüros und die Mitarbeiter des RP blieben verschont.

Die Arbeiten an der Wutachbrücke (180 Meter lang, 6-Feldbrücke). Im Bild sind die Gründungsarbeiten für die Pfeiler im Wutachdamm zu sehen.
Die Arbeiten an der Wutachbrücke (180 Meter lang, 6-Feldbrücke). Im Bild sind die Gründungsarbeiten für die Pfeiler im Wutachdamm zu sehen. | Bild: Regierungspräsidium Freiburg

Bollinger: „Die gesetzlich geforderten Vorkehrungen werden eingehalten und überwacht.“ Auch habe es bisher keine Lieferengpässe bei Baummaterialien wie Stahl, Zement, Bordsteinen gegeben. „Das ist derzeit auch nicht zu erwarten“, sagt Bollinger.

Erster Abschnitt 2018 unter Verkehr

Auf der Trasse hat sich schon einiges getan. Der Bereich beim Anschluss der alten an die neue B34 östlich von Oberlauchringen ging 2018 unter Verkehr. Auch der Wirtschaftsweg und Wildtierdurchlass an der Hangkante des Wutachtals zum Galgenbuck ist fertig.

Schlüsselvorgang: An Ostern haben die Bauarbeiter die Hilfsbrücke in die Bahnstrecke Basel-Konstanz, östliche von Oberlauchringen, beim Galgenbuck, eingebaut.
Schlüsselvorgang: An Ostern haben die Bauarbeiter die Hilfsbrücke in die Bahnstrecke Basel-Konstanz, östliche von Oberlauchringen, beim Galgenbuck, eingebaut. | Bild: Thomas Schäuble

Aktuell wird an der Brücke über die Wutachtalbahnlinie, an der Brücke über Wutach und Mühlekanal, der Bahnbrücke auf der Strecke Basel-Konstanz und dem zweiten Straßenbauabschnit gebaut. Die Wirtschaftswegbrücke am Galgenbuckweg ist beauftragt.

Lauchringens Bürgermeister Thomas Schäuble sieht eine deutliche Entlastung der Ortsdurchfahrt. Täglich rollten 16.400 Fahrzeuge durch Unter-, 13.000 durch Oberlauchringen. Vor allem die Anwohner hätten es künftig ruhiger.

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Und die Herabstufung zur Landesstraße biete die Möglichkeit, die Ortsdurchfahrt Oberlauchringen, auch im Hinblick auf die Ortskernsanierung und einer Verkehrsberuhigung, umzugestalten. Schäuble ist sich sicher: „Insgesamt wird sich der Wohnwert für Lauchringen erhöhen.“

Die gesamte Trasse der Ortsumfahrung Oberlauchringen von der zukünftigen Anschlussstelle der alten B34 an die neue B34 östlich von Lauchringen.
Die gesamte Trasse der Ortsumfahrung Oberlauchringen von der zukünftigen Anschlussstelle der alten B34 an die neue B34 östlich von Lauchringen. | Bild: Regierungspräsidium Freiburg

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