„Es hat mich für ihn gefreut und wir sind stolz auf Leon. Er war ein guter Azubi mit Teamgeist. Mir war schon klar, dass er einen guten Abschluss macht, dass er so gut wird, hat mich aber schon überrascht“, sagt der Geschäftsführer der Walter Mutter Metalltechnik GmbH, Daniel Mutter, über Leon Hindsches. Der 21-Jährige legte im Frühjahr seine Gesellenprüfung als Metallbauer mit der Fachrichtung Konstruktionstechnik mit der Note 1,4 ab und wurde damit erster Kammersieger.

Da es Corona bedingt in diesem Jahr keine offizielle Gesellenfreisprechung geben wird, erwartet der beste Metallbauer seines Jahrgangs der Handwerkskammer Konstanz noch in dieser Woche seinen Gesellenbrief per Post. Ein bisschen soll das gefeiert werden.

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„Ich hatte immer gute Noten und bin gelassen in die Prüfung gegangen. Dass es so gut laufen würde, hätte ich aber nicht erwartet“, erzählt Leon Hinsches aus Berau mit einem strahlenden Lächeln. Überrascht war er dann, als er die Nachricht erhielt, dass er in seinem Fach der Beste seines Jahrgangs ist.

Der Weg in diesen Beruf war ein bisschen von Walter Mutter beeinflusst, den Leon Hindsches aus Berau kennt. Der empfahl ein Praktikum in seinem Betrieb in Wutöschingen-Degernau. „Ich habe auch Praktika bei einem Schreiner und einer Heizungsbau-Firma gemacht, Metallbau hat mir aber am besten gefallen“, erzählt der junge Facharbeiter.

Nach der Realschule folgte ein Jahr auf dem Waldshuter Berufskolleg, danach fing er 2016 mit der Ausbildung bei Walter Mutter Metalltechnik in Degernau an. Die erste Zeit war Schule in Rheinfelden, wo er mit dem Zug hinfahren konnte, als der Unterricht dann in Schopfheim stattfand, gab es keine Alternative zum Auto.

Die weiteren Pläne

Der junge Mann spielt Fußball beim SV Berau und engagiert sich in der Narrenzunft Wurzelsepp. Seine beruflichen Ziele hat er fest im Blick: Im nächsten Jahr absolviert er eine Ausbildung zum Schweißfachmann; zwei Jahre später will er für ein Jahr die Meisterschule in Singen besuchen.

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Diese Weiterbildung bezahlt sein Chef, Daniel Mutter: „Das ist der Lohn für seinen Einsatz in unserem Betrieb.“ Schon wegen des Fachkräftemangels bildet er gerne junge Menschen aus: „Es gibt sehr schöne Handwerksberufe, in denen man glücklich werden kann.“

Vom Amboss zur Lasertechnik

Das Unternehmen ist seit vier Generationen in Familienhand. Was als Dorfschmiede in Berau begann, ist heute ein moderner Betrieb, der mit neuester Technik ausgestattet ist. Die Firma ist Spezialist für Blechbearbeitung mit Lasertechnik, Biegen und Schweißen. Gefertigt werden mit modernen CNC-gesteuerten Laser-Maschinen Komponenten für den Maschinen und Anlagenbau.

Neueste Investition ist eine Maschine zur Rohr- und Profilbearbeitung mit Lasertechnik. Zum Einsatz kommen die in Degernau gefertigten Teile beispielsweise in Baumaschinen, Kommunal-, Umwelt- und Energietechnik.

Das Unternehmen mit seinen sieben Mitarbeitern, davon fünf in der Produktion, hat Kunden sowohl in der Industrie als auch im Handwerk. Sie kommen aus der Region und der Schweiz. Daniel Mutter sagt aber auch: „Corona bildet sich auch bei uns in der Auftragslage ab.“

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