Neun Schläge für den Schwyzertag

Fassanstich: Mit neun Schlägen eröffnete Oberbürgermeister Philipp Frank am Freitag den 604. Schwyzertag. Zahlreiche Schaulustige, darunter neue und alte Gemeinderäte, wohnten dem traditionellen Ereignis bei und zählten lautstark die Schläge mit.

Mit neun Schlägen eröffnete OB Philipp Frank den 604. Schwyzertag 2019.
Mit neun Schlägen eröffnete OB Philipp Frank den 604. Schwyzertag 2019. | Bild: Peter Rosa

Nach Tiengen kommt man gerne zurück

„Tiengen ist ein Ort, wo man sich rundum wohlfühlt, nicht nur am Schwyzertag“, sagte der ehemalige Bundestagsabgeordnete Werner Dörflinger beim Treffen der Heimweh-Tiengener am Freitag. 40 Ehemalige kamen zum Treffpunkt im Schlosshof. Die weiteste Anreise hat ein Mann aus Frankfurt, weitere Heimweh-Tiengener kamen aus Mainz und Mannheim.

Die Heimweh-Tiengener haben sich zu einem geselligen Beisammensein im Schlosshof in Tiengen versammelt. Bild: Susanne Schleinzer-Bilal
Die Heimweh-Tiengener haben sich zu einem geselligen Beisammensein im Schlosshof in Tiengen versammelt. | Bild: Susanne Schleinzer-Bilal

Experte lobt das Eröffnungskonzert

Ein hörenswertes Erlebnis war das Eröffnungskonzert des Schwyzertages am Freitag, bei dem der Kirchenchor, ein Ad-hoc-Orchester und zahlreiche Solisten auch eine Erstaufführung von Felix Mendelssohn Bartoldy spielten. Von dem Auftritt zeigte sich auch der Musikwissenschaftler und Dirigent MichaelPauseraus Weimar beeindruckt.

Der durch Gastsängerinnen und Gastsänger verstärkte katholische Kirchenchor „Mariä Himmelfahrt“ beim Peter-Thumb Schwyzertags-Eröffnungskonzert in der Stadtpfarrkirche Tiengen. Rechts davor das Ad-hoc-Orchester, Rechts Dirigent Oliver Schwarz-Roosmann. Bild: Herbert Schnäbele
Der durch Gastsängerinnen und Gastsänger verstärkte katholische Kirchenchor „Mariä Himmelfahrt“ beim Peter-Thumb Schwyzertags-Eröffnungskonzert in der Stadtpfarrkirche Tiengen. Rechts davor das Ad-hoc-Orchester, Rechts Dirigent Oliver Schwarz-Roosmann. | Bild: Herbert Schnäbele

Das ganze Städtle ist auf den Beinen

Musik, Artistik und Auftritte satt gab es bei der Lebendigen Stadt am Schwyzertags-Samstag. Die Aktionen waren nicht nur für die jüngsten Besucher ein großer Spaß. Auf den Bühnen zeigtengroße und kleine Künstler aus der Region, was alles in ihnen steckt.

Beim lebendigen Städtle begeisterte Gabi Morath die jüngsten Besucher mit ihren Luftballon-Kreationen.
Beim lebendigen Städtle begeisterte Gabi Morath die jüngsten Besucher mit ihren Luftballon-Kreationen. | Bild: Peter Rosa
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Ein großer Abend für das Brauchtum

Zahlreiche Akteure unterhielten die Zuschauer am Heimatabend mit Musik, Tanz und Reden. Festredner der Veranstaltung am Samstag war Landeskommandant Hans-Joachim Böhm, der die Akteure und Besucher ermunterte, den Schwyzertag als Ausdruck von Gestaltungswillen, Heimat, Zusammengehörigkeit und Stolz in die Zukunft zu tragen.

Beim Heimatabend hatte das Brauchtum seinen großen Auftritt, hier die Fahnenschwingerinnen.
Beim Heimatabend hatte das Brauchtum seinen großen Auftritt, hier die Fahnenschwingerinnen. | Bild: Ursula Freudig
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Großer Zapfenstreich im Langensteinstadion

Der 604. Schwyzertag stand auch im Zeichen des Landestreffens der Bürgerwehren und Milizen.Aus diesem Anlass gab es einen Großen Zapfenstreich imLangensteinstadion. Hunderte Besucher verfolgten am Samstagabend das Aufmarschieren der Bürgerwehren aus Baden und Südhessen – die alte Militärzeremonie ist bis heute das höchste Zeremoniell der Bundeswehr.

Der Große Zapfenstreiche begann mit dem Einmarsch der historischen Bürgerwehr Villingen, deren Musikkorps die Serenade spielte.
Der Große Zapfenstreiche begann mit dem Einmarsch der historischen Bürgerwehr Villingen, deren Musikkorps die Serenade spielte. | Bild: Peter Rosa

Erinnerung an die Ursprünge

Der Festgottesdienst mit anschließender Gelöbnis-Erneuerung ist einer der Höhepunkte des Tiengener Schwyzertags. Gemeinsam mit Pfarrer Ulrich Sickinger feierten die Tiengener Bürgerzunft 1503 und viele weitere Teilnehmer das Ereignis, das auf das 15. Jahrhundert zurückgeht.

Der Festgottesdienst mit anschließender Gelöbnis-Erneuerung ist einer der Höhepunkte des Tiengener Schwyzertags.
Der Festgottesdienst mit anschließender Gelöbnis-Erneuerung ist einer der Höhepunkte des Tiengener Schwyzertags. | Bild: Peter Rosa

Großer Auftritt für Bürgerwehren und Trachtenträger

Für Augen und Ohren ein Vergnügen war der Schwyzertagsumzug am Sonntag durch die Hauptstraße. Bunte Uniformen, Trachten und flotte Marschmusik von Pfeifern, Trommlern und Blasmusikern machten den zahlreichen Zaungästen gute Laune.

Zahlreiche Gäste bejubelten den großen Festumzug, im Bild die Klettgauer Heimattracht.
Zahlreiche Gäste bejubelten den großen Festumzug, im Bild die Klettgauer Heimattracht. | Bild: Ursula Freudig
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Kleine Talente bieten eine große Show

Beim Tag der Schulen am Montag haben viele kleine Talente eine große Show geboten. Zahlreiche Besucher genossen die musikalischen Auftritte der Grundschule, der Realschule und des Klettgau-Gymnasiums. Ebenfalls Teil des Programms war die Siegerehrung des Schulkunstwettbewerbs.

Die Sing- und Bläserklassen des Klettgau-Gymnasiums gaben beim Tag der Schulen ein 18-minütiges Medley aus „Les Misérables“.
Die Sing- und Bläserklassen des Klettgau-Gymnasiums gaben beim Tag der Schulen ein 18-minütiges Medley aus „Les Misérables“. | Bild: Peter Rosa

Landrat trumpft zum Finale groß auf

Mit dem tollen Wunschkonzert ging der 604. Schwyzertag zu Ende. Die Stadtmusik Tiengen hat sich mit ihrem Wunschkonzert zum Abschluss des Schwyzertages rund 19.000 Euro erspielt. Star des Abends war Landrat Martin Kistler, der das Badnerlied dirigierte und damit die Strafe des Narrengerichts Tiengen einlöste.

Landrat Martin Kistler musste beim Wunschkonzert des Schwyzertag einen Teil seiner Strafe des Narrengerichts abbüßen und das Badnerlied dirigieren.
Landrat Martin Kistler musste beim Wunschkonzert des Schwyzertag einen Teil seiner Strafe des Narrengerichts abbüßen und das Badnerlied dirigieren. | Bild: Ursula Freudig
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