Das Corona-Virus sorgt in der Region auch dafür, dass viele Veranstaltungen abgesagt werden. Damit soll die Verbreitung des Virus eingedämmt werden. Hier fassen wir die aktuellen Regelungen am Hochrhein zusammen.

Landkreis Lörrach – Prüfung von Veranstaltungen mit mehr als 200 Personen

Mit dem ersten Fall im Landkreis Lörrach vom Dienstagabend ist das Corona-Virus nun auch im Landkreis Lörrach angekommen. Der Betroffene befindet sich laut Landratsamt in einem stabilen Zustand. Die ermittelten Kontaktpersonen sind symptomfrei, befinden sich wie der Erkrankte selbst auch in häuslicher Quarantäne.

Das Landratsamt Lörrach empfiehlt, bei öffentlichen oder privaten Veranstaltungen, bei denen sich gleichzeitig mehr als 200 Personen aufhalten, eine Risikobewertung anzustellen. Diese soll anhand der von den „Allgemeinen Prinzipien der Risikoeinschätzung und Handlungsempfehlung für Großveranstaltungen“ geschehen. Die Prinzipien wurden am 27. Februar von der Bundesregierung veröffentlicht. Aufgrund dieser konkreten Kriterien können Veranstaltungen ganz oder teilweise nicht zugelassen werden. „Ob Veranstaltungen mit Blick auf diese Kriterien genehmigt werden können, entscheiden die jeweiligen Ortspolizeibehörden, also die Städte oder Gemeinden“, informiert Torben Pahl, Pressesprecher des Landratsamts Lörrach, auf Anfrage des SÜDKURIER.

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Doch was passiert mit der Regio-Messe?

Die Regio-Messe ist abgesagt. Dies gab die Stadt Lörrach am Donnerstagnachmittag bekannt. Die große Verbraucher-Messe sollte eigentlich vom 14. bis 22. März in Lörrach stattfinden. 60000 Besucher kamen allein im vergangenen Jahr zur Messe. Mit der Absage folgt die Stadt der Empfehlung des Gesundheitsamts des Landratsamtes Lörrach, keine Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen durchzuführen. Diese Regelung gelte bis zum 31. März.

Davon betroffen ist neben der Regio-Messe auch die Mineralienmesse und -börse Euromin vom 28. bis 29. März.

Die Regio-Messe in Lörrach zog im vergangenen Jahr 60 000 Besucher an. In diesem Jahr wird sie wegen der Gefahr einer Ansteckung mit dem Corona-Virus abgesagt.
Die Regio-Messe in Lörrach zog im vergangenen Jahr 60 000 Besucher an. In diesem Jahr wird sie wegen der Gefahr einer Ansteckung mit dem Corona-Virus abgesagt. | Bild: Barbara Ruda

Abgesagte Veranstaltungen im Landkreis Lörrach

Abgesagt im Landkreis Lörrach ist bereits die Bildungsmesse CULT 2020 in Lörrach. Dies hat die Messeleitung den Ausstellern am Mittwochnachmittag mitgeteilt.

Auch das Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Rheinfelden (Baden) prüft aktuell alle Veranstaltungen und nimmt die empfohlene Bewertung vor, wie die Stadt in einer Pressemitteilung informiert. Der Rheinfelder Lauftag, der am Sonntag, 8. März stattfinden sollte, wurde abgesagt. Darüber informierte Jürgen Schäfer, Vorsitzender des Lauf-Club Marathon Rheinfelden, den SÜDKURIER.

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Weitere wegen des Corona-Virus abgesagte Veranstaltungen: Frühjahrsausstellung der Kreativkünstler in Nollingen, am Sonntag, 7. März, Kinderkleiderbörse in Binzen, Bring- und Hol-Markt in Lörrach am Samstag in Brombach.

Landkreis Waldshut – Regelung noch unklar

Aktuell gibt es im Landkreis Waldshut noch keinen nachgewiesenen Corona-Fall. Dennoch werden hier auch Vorkehrungen getroffen:

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Wie die Regelung zu Veranstaltungen im Landkreis Waldshut ist, ist aktuell noch unklar. Michael Swientek, Pressesprecher des Landratsamtes, konnte am Donnerstagnachmittag dazu noch keine Informationen geben. Wir informieren sofort, sobald es Neues gibt.

Abgesagte Veranstaltungen im Landkreis Waldshut

Die Schluchseewerk AG stellt vorerst alle Kraftwerksbesuche ein. Damit reagiere das Unternehmen auf die derzeit unklare Entwicklung der Corona-Verbreitung. Die Pforten sollen erst wieder geöffnet werden, wenn ein Infektionsrisiko dauerhaft als gering einzuschätzen ist, heißt es in der Pressemitteilung. Da sich jährlich tausende Besucher aus aller Welt für die Anlagen interessieren, bestehe laut Geschäftsführung aktuell permanente Gefahr der Ansteckung. Durch die jetzt beschlossene Maßnahme sollen sowohl die Besucher als auch die Mitarbeitenden geschützt werden, so das Unternehmen.

Kanton Aargau – Veranstalter müssen Online-Gesuch einreichen

In der gesamten Schweiz sind Veranstaltungen mit über 1000 Besuchern aktuell verboten. Diese Regelung gilt bis Mitte März. Deshalb wurde bereits die Basler Fasnacht abgesagt. Auch der Genfer Autosalon, der vom 5. bis 14. März stattfinden sollte, sowie alle Konzerte im Züricher Hallenstadion, wurden abgesagt.

In Laufenburg/CH wurde das Chorkonzert in der Kirche St. Johann abgesagt:

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Im Kanton Aargau liegen zurzeit sieben bestätigte Fälle vor. Rund 150 Kontaktpersonen befinden sich zurzeit in Quarantäne. Der Kanton hat weitreichende Vorkehrungen getroffen. Hier müssen die Organisatoren von Veranstaltungen mit über 150 Personen eine Bewilligung bekommen. Sie müssen zuerst ein Online-Gesuch zur Durchführung einreichen. Erst nach Genehmigung durch die Kantonsärztin, darf die Veranstaltung durchgeführt werden. Dies gibt der Kanton auf seiner Homepage bekannt.

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Die Lage im Elsass:

In Saint-Louis, direkt an der deutschen Grenze, wurde am Mittwoch eine Privatschule geschlossen, nachdem bei Kindern Infektionen festgestellt worden waren.

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.