Mädchen und Frauen mit Migrationsgeschichte haben zum zweiten Mal den bundesweiten Aktionstag zusammen.wachsen, der in der Interkulturellen Woche gestaltet. Mit Aktionen in der Öffentlichkeit machten sie ihre Wünsche und Perspektiven für ein gutes Zusammenleben sichtbar. In Waldshut wurden Passanten eingeladen, mit Frauen mit Migrationshintergrund ins Gespräch zu kommen, mehr übereinander zu erfahren und zu diskutieren, wie das Zusammenleben gemeinsam gestaltet werden kann.

Von allen Beteiligten wurden Aussagen zum Motto #offengeht gesammelt. Wünsche waren unter anderem, mehr Kontakt zu Deutschen zu haben, um die deutsche Sprache im Alltag zu verbessern und eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu bekommen. Alla aus Syrien, Teilnehmerin im Projekt DOUNIA plus, wünscht sich, „dass die Leute das Kopftuch besser akzeptieren“.

Impulsgeber des Aktionstags ist In Via, katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit. Bei den Angeboten von In Via können Mädchen und Frauen sich vernetzen und darin bestärken, ihren Platz in der Gesellschaft selbstbewusster einzunehmen. Gerade während der Corohna-Pandemie wünschen sie sich Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen im Alltag und den Austausch mit Gleichgesinnten. Ihr größter Wunsch ist es, mehr Kontakt zu deutschsprachigen Menschen zu haben, um die deutsche Sprache im Alltag vertiefen zu können.

„Wir müssen als Gesellschaft endlich die Potenziale und Ressourcen der Frauen und Mädchen anerkennen und ihnen die Möglichkeiten und Zugänge bieten, diese zu entfalten“, fordert Beate Gilles, Vorsitzende von In Via Deutschland. „Am heutigen Aktionstag ergreifen die Frauen und Mädchen das Wort und treten für ihre Anliegen ein.“ Daniela Hoffarth, Honorarkraft bei In Via in Waldshut, sagte, dass sie den Aktionstag unterstütze, weil unterschiedliche Menschen sich gegenseitig bereichern und voneinander lernen können.