Stück für Stück kehrt immer mehr Normalität in den Alltag zurück: Konzerte, Theateraufführungen, Tanzveranstaltungen finden fast wieder wie vor Beginn der Corona-Pandemie statt. Und nach zweijähriger Pause sollen auch die Waldshuter Filmnächte wieder wie gewohnt Ende Juni unter freiem Himmel in der Kaiserstraße stattfinden – dann bereits zum 29. Mal. Bis zu 600 Besucher können pro Veranstaltung kommen. Los geht es abends immer, sobald es dunkel wird.

Die 28. Waldshuter Filmnächte sind perfekt in das Programm gestartet. Bei der nächsten Auflage im Juli hoffen die Veranstalter vom ...
Die 28. Waldshuter Filmnächte sind perfekt in das Programm gestartet. Bei der nächsten Auflage im Juli hoffen die Veranstalter vom Waldshuter Werbe- und Förderungskreis (W+F) auf ähnlich positive Ergebnisse. | Bild: Peter Rosa

Organisator Christian Straub: „Wir freuen uns alle, dass wir nach zwei Jahren wieder das Open-Air-Kino organisieren können.“ Und Petra Weber, seit Jahren ebenfalls im Planungsteam für die Filmnächte, ergänzt: „Die Filmnächte sind nach dem Weihnachtsmarkt die größte Veranstaltung, die wir zusammen mit einem Team von rund 15 Mitgliedern stemmen. Das ist auch für uns immer etwas ganz Besonderes und gerade jetzt. Außerdem kommen zu den Filmnächten auch immer zahlreiche Stammgäste. Darauf freue ich mich auch am meisten.“

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Frauen- und Familienfilm

Derzeit ist das Planungsteam des W+F noch in vollem Gange und Christian Straub und Petra Weber stehen mit Bernd Gschöpf von den Albrecht Kinobetrieben in Waldshut in Kontakt, denn Gschöpf steht bei der Filmauswahl unterstützend zur Seite. Petra Weber: „Fest steht für uns, dass es wieder einen Familienfilm geben soll.“ Straub: „Auch einen Frauenfilm könnten wir uns wieder vorstellen.“

In den kommenden Wochen heißt es jetzt noch für Petra Weber und Christian Straub neben der Filmauswahl, die Arbeitspläne zu schreiben, den Auf- und Abbau zu organisieren, ebenso wie den Vorverkauf, der etwa zwei Wochen vor Beginn der Filmnächte starten soll.

Rund 50.000 Euro Kosten für Veranstaltung

Wie bereits in den Vorjahren übernimmt der W+F auch wieder die Bewirtung in Eigenregie. Neben Cocktails und Softgetränken soll es Pommes und Würstchen geben. Der Gastronomiebereich ist es auch, der dem W+F bei den Kosten der mehrtägigen Veranstaltung zu einer schwarzen Null verhelfen könnte. „Wir haben etwa ein Budget von 50.000 Euro, wobei der Großteil für die Leinwand, den Projektor und natürlich die Filme benötigt wird. Größte Einnahmequelle sind die Sponsoren- und Eintrittsgelder, wobei von letzteren die vergangenen Jahre nur rund drei Euro übrig geblieben sind“, erklärt Straub. „Wenn wir plus-minus-null heraus kommen, sind wir zufrieden“, so Straub.

Corona-Sommer: Zwei Mal sind Filmnächte abgesagt worden

2020 hat der W+F die Waldshuter Filmnächte abgesagt, weil bei festen Sitzplätzen maximal 250 Besucher erlaubt waren. Hohe Hygieneauflagen und die finanziellen Risiken, zum Beispiel durch schlechtes Wetter, hatte den Verein für die Absage der Filmnächte bewogen. Normalerweise können bei dem knapp einwöchigen Spektakel bis zu 600 Besucher pro Filmabend kommen. Dies bot die Möglichkeit, eher schwache Tage, wie sie laut Erfahrung auch wetterbedingt immer wieder auftreten, mit publikumsstarken Vorstellungen auszugleichen.

Wirtschaftlich nicht rentabel

Auch 2021 wurde die Open-Air-Veranstaltung aus ähnlichen Gründen ausgesetzt. „Wir müssen im Verein wirtschaften“, nannte W+F-Vorsitzender Christian Straub auf Nachfrage dieser Zeitung den Hauptgrund für die Absage der Veranstaltung. Denn aufgrund der hohen Auflagen hätte es wieder nur Platz für bis zu maximal 200 Besucher gegeben. Straub damals: „Wir hatten überlegt, die Filmnächte dieses Jahr kleiner aufzuziehen, aber die Gefahr ist: Je kleiner die Veranstaltung wird, desto unrentabler für uns.“

Ums so größer die die Freude in diesem Jahr auf die Filmnächte ohne Auflagen wie Abstandsreglung und Maskenpflicht. „Wir sind gespannt, wie die Resonanz werden wird, sind aber sehr optimistisch, so lange das Wetter mitspielt“, sagt Petra Weber.

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