Angesichts der rasant steigenden Corona-Neuinfektionen hat sich die Lörracher Landrätin Marion Dammann mit einem Appell an die Bevölkerung gewandt. „Nehmen Sie bitte die Maßnahmen ernst: Tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz, halten Sie Abstand. Und so schwer es fällt, verzichten Sie bitte so weit wie möglich auch auf private Treffen“, wird die Landrätin in einer Pressemitteilung zitiert. Nur so könne gemeinsam die Ausbreitung des Virus verlangsamt, die Risikogruppen geschützt und einer drohenden Überlastung der Kliniken entgegengewirkt werden.

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Immer öfter lasse sich laut Landrätin Marion Dammann nicht mehr genau feststellen, wo sich die Menschen angesteckt haben und die Zahl der Neuinfektionen im Landkreis Lörrach steige rasant an. Marion Dammann: „Erst vor zwei Wochen, am 20. Oktober, hat der Landkreis die Marke von 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern überschritten. Nur zwei Tage später folgte die Inzidenz-Marke von 50, weitere sechs Tage später, am 28. Oktober, lag die Inzidenz bereits über 100. Heute, sechs Tage später, haben wir die Marke von 140 überschritten.“

Die Lörracher Landrätin Marion Dammann.
Die Lörracher Landrätin Marion Dammann. | Bild: Schlichter, Juliane

Diese Entwicklung werde nun auch in den Krankenhäusern sichtbar. Mittlerweile gibt es wieder Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen und erstmals seit Mitte Mai müssen Patienten wieder beatmet werden – am Dienstag meldete der Landkreis 21 Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern, sieben Personen werden intensivmedizinisch betreut, davon müssen drei beatmet werden.

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„Wenn wir nicht aufpassen, ist das erst der Anfang“, macht Dammann auf den Ernst der Lage aufmerksam. Wo diese Situation schnell hinführen könne, werde derzeit im benachbarten Ausland sichtbar, wo Frankreich und die Schweiz zunehmende Engpässe auf den Intensivstationen vermelden. Daher appelliert Dammann: „Wir müssen jetzt alles dafür tun, dass es bei uns nicht so weit kommt.“

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