Die sogenannten Montagsspaziergänger ziehen ihre Kreise. In einigen Kommunen in den Landkreisen Waldshut und Lörrach gab es bereits Protestkundgebungen gegen die Corona-Maßnahmen. Städte wie Schopfheim, Lörrach und Waldshut-Tiengen haben mit einer Allgemeinverfügung reagiert, um solche unangemeldeten Demonstrationen zu verbieten.

In Absprache mit Polizei und Landratsamt

Die Bürgermeister im Kreis Waldshut haben sich indes bei der jüngsten Zusammenkunft darauf geeinigt, sich erst einmal zurückzuhalten. Sie wollen auf ein einheitliches, für alle Kommunen geltendes Verbot verzichten, wie Tobias Gantert, Vorsitzender des Kreisverbands der Bürgermeister und Bürgermeister von Ühlingen-Birkendorf, im Telefongespräch mit dem SÜDKURIER berichtet.

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Laut seiner Information bewerten die Bürgermeister im Kreis Waldshut die Situation unterschiedlich: „Wir sehen die Lage im Moment relativ entspannt“, schildert Gantert die Stimmung in der jüngsten Runde der Rathauschefs, „in Absprache mit der Polizei und dem Landratsamt haben wir uns geeinigt, dass wir versuchen, uns zurückzuhalten.“

Man wolle Provokationen aus dem Weg gehen. Gantert: „Die Lage ist so, dass Maßnahmen noch nicht notwendig sind. Wir versuchen, entspannt damit umzugehen.“ Ein striktes Eingreifen hält er für unverhältnismäßig. Es sei auch eine Frage der personellen Ressourcen.

Bürgermeister beobachten die Lage aber genau

Nicht in allen Kommunen im Landkreis kommen die Menschen zusammen, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren. Laut Gantert haben einzelne Bürgermeister etwas zu berichten.

Angesprochen auf das Versammlungsverbot der Stadt Waldshut-Tiengen sagt Gantert: „Das ist eine andere Hausnummer.“ Und solche sogenannten Spaziergänge gebe es vor allem entlang der Rheinschiene, weniger landeinwärts in den kleinen Gemeinden. Wie der SÜDKURIER jüngst berichtete, kam es laut Vermutung der Polizei nach dem städtischen Verbot zu einer Verlagerung nach Lauchringen. Ganterts Einschätzung: Der überwiegende Teil verlaufe friedlich und vernünftig.

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Dennoch wolle man die Lage beobachten. „Wir schauen, wie es sich entwickelt“, sagt Gantert. Wenn sich die Situation verändere, könnten sich die Bürgermeister, wenn nötig auch mit der Polizei, schnell zusammenschalten. Vom Kreisverband werde aber zeitnah erst einmal nichts kommen.

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