Ziel der Änderungen ist, während der Pandemie ein reduziertes, aber stabiles Angebot im öffentlichen Nahverkehr aufrechtzuerhalten, wie das Landesverkehrsministerium aus Stuttgart mitteilt. Bereits jetzt ist auf den Fahrgasttafeln an den Bahnhöfen die Aufforderung der Bahn zu lesen: „Fahren Sie nur, wenn es unumgänglich ist.“ Einen Überblick über die Änderungen im Bus- und Bahnverkehr finden Sie hier.

Bahnverkehr

  • Hochrheinstrecke: Ab kommenden Montag, 30. März, treten die Notfallpläne der DB-Regio in Kraft. Diese sehen vor, dass die Regionalbahn (RB) zwischen Basel und Lauchringen im Stundentakt fährt. Der Interregio-Express (IRE) verkehrt weiterhin stündlich von Singen nach Waldshut. Der Verkehr des IRE zwischen Basel und Waldshut wird hingegen bis auf Weiteres eingestellt.
  • Wutachtalbahn: Zwischen Waldshut und Stühlingen ist die Wutachtalbahn, die erst im vergangenen Dezember wiederbelebt worden war, bis voraussichtlich 17. April nicht in Betrieb. Als Alternative gibt der WTV die Buslinie 7338 an, die zu Fahrplanzeiten wie an schulfreien Tagen verkehrt.
„Fahren Sie nur, wenn es unumgänglich ist“, ist auf dem Laufband der Fahrgasttafel auf Gleis 5 des Waldshuter Bahnhofs zu lesen. Von hier verkehren Züge in die Schweiz.
„Fahren Sie nur, wenn es unumgänglich ist“, ist auf dem Laufband der Fahrgasttafel auf Gleis 5 des Waldshuter Bahnhofs zu lesen. Von hier verkehren Züge in die Schweiz. | Bild: Juliane Schlichter
  • Grenzverkehr: Der Bahnverkehr im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet ist ebenfalls stark eingeschränkt. So entfällt aufgrund behördlicher Anordnungen vorerst bis zum 5. April der Halt des IRE in Schaffhausen. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben bereits seit 23. März das S-Bahn-Angebot auf der Strecke zwischen Erzingen und Schaffhausen reduziert. Die S-Bahn-Linie 9 bedient ab sofort wieder Lottstetten und Jestetten. Auch der Bahnhof Waldshut wird aus der Schweiz wieder angefahren. Allerdings berichten Grenzgänger, die die Verbindung Richtung Koblenz nutzen, dass manche Züge kurzfristig ausfallen. Der Fernverkehr aus Richtung Norden endet in Basel Badischer Bahnhof. Die Züge fahren nicht weiter zum Bahnhof Basel SBB.
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  • Hygiene-Maßnahmen: In den Zügen gelten genau wie in Bussen und an Bahnhöfen die Hygiene-Empfehlungen, die das Robert-Koch-Institut für alle Lebensbereiche ausgegeben hat. Das betrifft auch das empfohlene Abstandhalten zu den Mitreisenden. Die Deutsche Bahn hat darüberhinaus Maßnahmen getroffen, um eine Ausbreitung des Coronavirus möglichst einzudämmen. Dazu gehört beispielsweise die Installation von Plexiglasscheiben in den Reisezentren der Bahnhöfen. In den Zügen werden Fahrscheine nur noch auf Sicht kontrolliert.

So sieht es bei den Bürger- und Stadtbussen in den Kreisen Waldshut und Lörrach aus

Busverkehr

  • Fahrpläne: Der Busverkehr im Landkreis Waldshut ist voraussichtlich bis 17. April auf Ferienbetrieb umgestellt. Damit reagiert der WTV zum einen auf die Schulschließungen, zum anderen sollen die Busfahrer geschont werden, damit möglichst uneingeschränkt das Fahrplanangebot wie an Ferientagen aufrechterhalten werden kann.
  • Zwei-Personen-Regel: Das seit dem vergangenen Sonntag geltende Kontaktverbot, das eine Ansammlung von mehr als zwei Personen untersagt, gilt nicht bei der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und beim notwendige Warten an den Haltestellen auf die Abfahrt. Dennoch, so der WTV, sind wir als „Betreiber der öffentlichen Verkehrsmittel angehalten, die Fahrgäste auf die allgemeinen Verhaltensregeln, und insbesondere auch auf das Halten von 1,50 Metern Abstand zu Mitreisenden hinzuweisen“.
Fahrgäste sind am Waldshuter Busbahnhof kaum zu sehen. Die Busse im Gebiet des Waldshuter Tarifverbunds, der sich mit dem Landkreis Waldshut deckt, verkehren seit der Schulschließung nach dem Ferienfahrplan.
Fahrgäste sind am Waldshuter Busbahnhof kaum zu sehen. Die Busse im Gebiet des Waldshuter Tarifverbunds, der sich mit dem Landkreis Waldshut deckt, verkehren seit der Schulschließung nach dem Ferienfahrplan. | Bild: Juliane Schlichter
  • Hygiene-Maßnahmen: Christian Pawlak arbeitet als Busfahrer bei der Südbadenbus GmbH. „Keine Panik, kein Stress – einfach anpassen“ an die veränderte Situation, sagt er lächelnd während einer Fahrerpause am Waldshuter Busbahnhof. Seine Fahrgäste dürfen wie bei allen Bussen nur noch an der hinteren Tür ein- und aussteigen. Die vordere Tür ist für Passagiere geschlossen, um den Busfahrer und seine Kollegen vor Ansteckungen zu schützen. Der WTV betont, dass die Busse in kürzeren Abständen als üblich gereinigt werden.
  • Fahrkarten-Verkauf: Busfahrer verkaufen derzeit keine Tickets, jedoch besteht weiterhin Fahrkartenpflicht. Diese können entweder an den Automaten der Bahnstationen, im Internet (www.bahn.de/navigator) oder am Schalter an den Bahnhöfen, wenn vorhanden, gekauft werden. Der WTV weist auch auf die Möglichkeit hin, die Tickets nachträglich am Zielort zu erwerben.
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Kreis Lörrach

  • Bahnverkehr: Für die Linien S5 und S6 der trinationalen S-Bahn Basel, die von der SBB betrieben wird, gilt ab Montag, 30. März, ein Sonderfahrplan. So verkehrt die S5 zwischen dem Hauptbahnhof in Lörrach und Weil am Rhein, die regulär im Viertelstundentakt bedient wird, nur noch stündlich. Das Gleiche gilt für die S6 zwischen Basel und Zell im Wiesental. Um den erforderlichen Mindestabstand der Fahrgäste einhalten zu können, werden bei jeder Verbindung zwei Triebwagen eingesetzt, wie die SBB auf Nachfrage mitteilt.
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  • Busverkehr: Im Gebiet des Regio-Verkehrsverbunds Lörrach (RVL) verkehren die Busse bis mindestens 17. April (Ende der Osterferien) wie in den Schulferien. Besonderheiten gibt es im grenzüberschreitenden Busverkehr: Da der Grenzübergang Weil-Ost gesperrt ist, fährt der Bus der Linie 6/16 von Stetten-Grenze aus über die zollfreie Straße nach Weil am Rhein-Alte Post. Wegen der Schließung des Grenzübergangs Inzlingen/Riehen, verkehrt die Linie 3 nur noch zwischen Lörrach-Museum und Inzlingen-Zoll.