Die Kinderuni Hochrhein ist seit sieben Jahren ein fester Bestandteil in Bad Säckingen. Sie lockt seither rund 200 Kinder nicht nur aus Bad Säckingen und der Schweiz, sondern aus dem gesamten Landkreis Waldshut und auch darüber hinaus in jede Vorlesung. Denn dort werden Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren, in vier Vorlesungen pro Semester, altersgerecht mit der Welt der Wissenschaft vertraut gemacht.

Helmar Burkhart, der Leiter der Kinderuni Hochrhein, würde das nächste Semester der Kinderuni im Oktober gerne starten lassen. Doch müssen sich alle Beteiligten noch etwas in Geduld üben.
Helmar Burkhart, der Leiter der Kinderuni Hochrhein, würde das nächste Semester der Kinderuni im Oktober gerne starten lassen. Doch müssen sich alle Beteiligten noch etwas in Geduld üben. | Bild: Susanne Eschbach

Doch das aktuell spannendste Thema der Kinderuni Hochrhein dürfte sein: Finden auch im Corona-Jahr 2020 wieder Vorlesungen statt? „Diese Entscheidung fällen wir nach den Sommerferien“, erklärt der Leiter der Kinderuni, Professor Helmar Burkhart. Auch wenn die Anmeldefrist bis zum Start im Oktober sehr knapp sei. Um auf alles vorbereitet zu sein, arbeiten die Rädchen bereits im Hintergrund. „Wir haben momentan natürlich mehrere Baustellen zu bearbeiten“, sagt er.

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Zunächst stellt sich die Frage, wie der Stand bei der Corona-Pandemie nach den Sommerferien sein wird und ob auch in den Schulen der Regelbetrieb wieder läuft. Auch ob die für das kommende Semester eingeplanten Dozenten alle kommen möchten, ist noch nicht sicher. Die beiden Hörsäle im Bad Säckinger Gloria-Theater und der Saalbau im benachbarten Stein in der Schweiz müssen vorbereitet werden. „Die Kinder können nicht mehr einfach die Säle stürmen“, erklärt Burkhart.

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Und auch die Eltern dürften nicht mehr mit dabei sein. „Sollte die Kinderuni stattfinden, müssen wir bereits bei der Anmeldung der Kinder eine feste Sitzordnung festlegen und die Plätze am Veranstaltungstag jedem Kind zuweisen“, sagt der Leiter der Kinderuni. Im Gloria-Theater stehen rund 600 Plätze zur Verfügung, von denen etwa 250 für jede Vorlesung belegt werden könnten. „Auch die Lüftungsanlage im Gloria-Theater ließe die Veranstaltung zu“, hat Burkhart bereits abgeklärt.

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Burkhart und sein Team stehen im engen Kontakt mit Jochen Frank Schmidt und Alexander Dieterle vom Gloria-Theater. „Ich würde die Kinderuni gerne durchführen“, sagt Burkhart. „Denn die Kinder waren in diesem Jahr die großen Verlierer und mussten auf einiges verzichten.“ Was für ihn nicht infrage kommt, ist eine Fern-Uni, bei der die Dozenten online zugeschaltet werden. „Die Kinderuni lebt von den Erlebnissen, die die Kinder live miterleben können“, so der Leiter. „Das kann ein Bildschirm gar nicht leisten.“

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