Kaffeekannen aus feinstem Porzellan in allen Formen und Größen, mit oder ohne Dekor, Teetassen hauchdünn, von der Wand baumelnde Kaffeemühlen oder drehbare Tortenplatten, exotisch anmutende Kaffeemaschinen und vieles mehr zeigt das Müllmuseum der Familie Thomann seit Sonntag in der neuen Sonderausstellung „Rund um den Kaffee – von der Bohne zum Genuss“.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Besucher wird mitgenommen auf eine Reise durch die Geschichte des Kaffees und seiner Herstellung, verdeutlicht durch verschiedenste Exponate, darunter auch ein großer, runder Behälter, der einst beim früheren Lebensmittelgeschäft Müller & Degler in Bad Säckingen stand und zur Kaffeeröstung diente oder besser gesagt, zum Abkühlen der Bohnen nach dem Rösten.

Kaffee trinken wie zu Omas Zeiten. Hier lässt sich wunderbar in Nostalgie schwelgen. Bild: Marion Rank
Kaffee trinken wie zu Omas Zeiten. Hier lässt sich wunderbar in Nostalgie schwelgen. | Bild: Rank, Marion

Wer die Räumlichkeiten im ersten Stock betritt, fühlt sich unweigerlich in Omas gute Stube zum Sonntagskaffee versetzt. Nostalgie pur. Mit Gedanken wie: Ach, das hatte ich doch auch einmal, oder die Mutter oder Oma besaß dieses oder jenes, was schon längst entsorgt wurde. Warum eigentlich, fragt man sich fast wehmütig. Sie hatten funktioniert, ihren Zweck erfüllt.

Das könnte Sie auch interessieren

Das dachte sich einst wohl auch Erich Thomann, als er 1991 das Müllmuseum gründete und gemeinsam mit der Familie mit all dem bestückte, was er in 20 Jahren als ehemaliger Planierraupenfahrer der Mülldeponie Lachengraben vor dem Plattmachen bewahrt hatte. Die Liebe fürs Nostalgische ist der ganzen Familie anheim, Ehefrau Agnes, Sohn Karl, der die Leitung des Müllmuseums übernommen hatte, dessen Ehefrau Elke sowie Schwester Helena Joos, die als ausgebildete Dekorateurin auch der aktuellen Ausstellung wieder den letzten Schliff verliehen hatte.

Das könnte Sie auch interessieren

In Schubladen findet sich glänzend poliertes Silberbesteck, auf Tischen oder in Regalen Bone China, feinstes Tee- oder Kaffeegeschirr, liebevoll dekoriert. All dies gibt Zeugnis ab von einer Zeit, als auf einen edlen und schön gedeckten Tisch mit weißer Tischdecke noch großen Wert gelegt wurde. Und wie die verschiedensten Geräte zur Kaffeebereitung vermuten lassen, dauerte das Kaffeekochen früher sicher so seine Zeit. „Bisher wurden die Ausstellungen jeweils zu Ostern gewechselt“, erzählt Elke Thomann. Doch dieses Jahr habe sich die Familie dazu entschieden, die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage zu nutzen, um dem ersten Stockwerk mit einer neuen Sonderausstellung ein neues Gesicht zu geben.

Das könnte Sie auch interessieren