Kein großes Eröffnungskonzert, dafür zwei kleine, aber feine Abschluss-Konzerte: Corona hat den 605. Schwyzertag kräftig durcheinander gewirbelt. Aufgrund der Auflagen, konnte Tiengen nur am Sonntag feiern. Nach dem Festgottesdienst und der Totenehrung im Schlossgarten, klang der Schwyzertag am Abend musikalisch aus.

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Im Rahmen der Peter-Thumb-Konzerte gaben sechs Musiker zwei jeweils halbstündige Konzerte in der katholischen Pfarrkirche. Wegen der Abstandsregel kamen zwar nicht sehr viele in den Genuss der Konzerte, aber die, die da waren, konnten sich entspannt zurücklehnen und wunderbaren Klängen hingeben. Zum größten Teil stammten die gespielten Kompositionen aus der Zeit des Barock. Im ersten Konzert war Musik für Trompeten und Orgel zu hören. Mit Johannes Jensen und Johannes Dörflinger spielten zwei 18-jährige Trompete im Stil musikalisch routinierter Könner.

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Die Beiden zeigten dabei, dass ihre Instrumente wie geschaffen sind für festliche, erhabene Klänge wie etwa bei William Boyce „Voluntary“ oder Petronio Franceschinis „Sonata in D“. Die jungen Trompeter kommen aus Tiengen, spielen in der Stadtmusik Tiengen und haben auch schon in Waldshut ein gemeinsames Konzert gegeben. An der Orgel saß Anna Roosmann, Kantorin der Seelsorgeeinheit Mittlerer Hochrhein St. Verena. Sie glänzte unter anderem mit Kompositionen von Carl Philipp Emanuel Bach, Francois Benoist und Christian Friedrich Ruppe.

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Nach einer 45-minütigen Pause musizierte im zweiten Konzert Bärbel Komm auf der Blockflöte, Val Kobler spielte Violine und Oliver Schwarz-Roosmann, Kantor der Seelsorgeeinheit St. Verena, begleitete sie an der Orgel und spielte zusätzlich Solostücke. Im Wechsel ließen sie spüren, wie Musik ohne Umwege erreicht, berührt, gut tut.

Großer Beifall  für Johannes Jensen (v.l.), Anne Roosmann und Johannes Dörflinger.
Großer Beifall für Johannes Jensen (v.l.), Anne Roosmann und Johannes Dörflinger. | Bild: Ursula Freudig

Zu hören waren unter anderem Kompositionen von Corelli, Händel, da Piedade und Telemann. Dessen „Triosonate F-Dur“ war krönender Abschluss des Konzerts, denn bei diesem Stück spielten alle drei Musiker gemeinsam. Sie zeigten, wie schön und spannend Blockflöte, Violine und Orgel miteinander „kommunizieren“ können.