Der Achterrat, ein Zusammenschluss aller Achtklässler aus Waldshut-Tiengen, hat in zwei Sitzungen Themen, Wünsche und Vorschläge für die Stadt gesammelt. Diese Themen wurden am Freitag einem Fachgremium, bestehend aus Vertretern des Gemeinderats und der Stadtverwaltung sowie Oberbürgermeister Philipp Frank und Bürgermeister Joachim Baumert, in der Stadthalle in Tiengen vorgestellt. In 13 Gruppen waren die Ideen ausgearbeitet worden.

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  • Infrastruktur: Viel Anklang fand unter anderem der Vorschlag der Gruppe „Mobilität und Bewegung“: Sie hat einen Zebrastreifen beim Edeka-Parkplatz in Tiengen vorgeschlagen. Mehr als 200 Fußgänger hätten sie innerhalb weniger Stunden gezählt und alle Leute, die sie danach gefragt hätten, seien dafür gewesen. Gemeinderat Harald Würtenberger (FW) lobte die Jugendlichen: „Die Idee ist fundiert, super nachgefragt, der Weg zum Erfolg ist unumgänglich.“ Ein anderer Teil der Gruppe wollte die Unterführung bei der Postbank verschönern. „Allerdings ist noch nicht sicher, ob die Unterführung bleibt“, gab Silke Padova vom Kinder-und Jugendreferat zu bedenken.
  • Urheberrecht: Einen Brief an die Bundestagsabgeordneten zu schicken, empfahl Ralph Albrecht vom Ordnungsamt der Gruppe, die auf eine Demonstration gegen den Artikel 13 des Urheberrechts gegangen war, aber bereits resigniert hatte, weil der Artikel 13 schon durchgesetzt worden sei. „Aufgeben ist keine Alternative, ihr könnt etwas beeinflussen“, ermunterte er die Jugendlichen.
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  • Barrierefreiheit: Das Thema barrierefreie Stadt hatte sich eine andere Gruppe auf die Fahne geschrieben und festgestellt, dass es an manch einer Schule in Tiengen noch Verbesserungsbedarf gibt. Auch eine Unterführung hatte sich die Gruppe vorgenommen. Fazit: zu steil, mit einem Rollstuhl alleine nicht zu bewältigen, mit Hilfe sehr schwer. „Hut ab, das ist ein Thema, das wir im Gemeinderat dringend besprechen müssen“, lobte OB Philipp Frank.
  • Weitere Themen: Auch die Umwelt ist für die Achtklässler ein wichtiges Thema. Mehrweg-Dosen für die Mittagspause oder ein Unverpackt-Laden wurden vorgeschlagen. WLAN im öffentlichen Raum und die Digitalisierung in den weiterführenden Schulen interessierte andere Arbeitsgemeinschaften. Auch Mobbing und Ausgrenzung waren große Themen. Mehr Platz im Juca-Café in Waldshut wünschte sich eine Gruppe, eine andere hätte gerne ein eigenes Café. Auch die Attraktivität des Freibads in Waldshut wurde angesprochen. Ganz oben auf der Liste stand eine neue Rutsche und ein Soccer-Platz. „Eine Trampolinhalle wäre schön“, wünschten sich andere Jugendliche. Am 22. Juli präsentieren die Gruppen ihre Vorschläge dem neugewählten Gemeinderat.
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