Die Narrenzunft Wilderer hat sich schweren Herzens entschieden: Das 41. Kleggau-Narrentreffen, das für den 30. und 31. Januar 2021 in Untermettingen geplant war, ist abgesagt. „Die Entscheidung ist in Absprache mit allen Vorsitzenden der helfenden Vereine einstimmig gefallen“, erklärte der Vorsitzende Fabian Brogle bei der Hauptversammlung. Diese fand unter strengen Hygienevorschriften in der Steinatalhalle statt.

„Wir wollen kein Risiko eingehen und haben für die Absage die Gesundheit der Mitglieder der Narrenzunft und der Gäste vorrangig im Auge“, erläuterte Brogle. Gründe für die Absage sind die steigenden Fallzahlen und die Kosten für die detaillierte Planung. „Die Fasnacht 2021 fällt nicht aus. Die Frage ist nur, wie die Fasnacht stattfinden wird, ohne die Gesundheit zu gefährden“, sagte Brogle weiter.

Narrenzunft-Hauptversammlung in Corona-Zeiten: Die Wilderer hielten die vorgeschriebenen Hygienevorschriften exakt ein und benötigten wegen der Abstandsregelung die gesamte Steinatalhalle.
Narrenzunft-Hauptversammlung in Corona-Zeiten: Die Wilderer hielten die vorgeschriebenen Hygienevorschriften exakt ein und benötigten wegen der Abstandsregelung die gesamte Steinatalhalle. | Bild: Werner Steinhart

In seiner Rückschau zeigte er sich mit der Fasnacht 2020 zufrieden, „Wir sind haarscharf an Corona vorbeigekommen“, sagte der Narren-Chef. Die Wilderer waren bei vier Narrentreffen, die Dorffasnacht verlief reibungslos. Der Bunte Abend war ausverkauft und zieht inzwischen viele Besucher von auswärts an. Schriftführerin Traudl Albicker ergänzte den Jahresbericht und Kassiererin Ann-Kathrin Kromer bilanzierte einen Gewinn.

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Die Wahlen brachten einen Vertrauensbeweis für den bisherigen Vorstand. Wiedergewählt wurden das Vorsitzenden-Trio Fabian Brogle, Yvonne Güntert-Schreiner und Andreas Bächle, Schriftführerin Traudl Albicker, Kassiererin Ann-Kathrin Kromer, die Beisitzer Matthias Bröcheler und neu Josua Erlemann.

Sie werden die Wilderer auch in närrischen Krisenzeiten weiter leiten, der Vorstand der Narrenzunft (von links): Ann-Kathrin Kromer, Traudl Albcker, Andreas Bächle, Fabian Brogle und Yvonne Güntert-Schreiner.
Sie werden die Wilderer auch in närrischen Krisenzeiten weiter leiten, der Vorstand der Narrenzunft (von links): Ann-Kathrin Kromer, Traudl Albcker, Andreas Bächle, Fabian Brogle und Yvonne Güntert-Schreiner. | Bild: Werner Steinhart

Ortsvorsteher Daniel Schliffke, selbst aktiver Wilderer, dankte für den Einsatz im Ort: „Ohne die Wilderer wäre unser Dorf um einiges ärmer“, sagte Schliffke. Er hoffe, dass es auch 2021 eine Fasnacht im Dorf gibt, wenn auch in anderem Rahmen. Dem Dank schloss sich auch Bürgermeister Tobis Gantert an.

25 Jahre sind Andreas Gantert (von links), Johannes Baumgartner und Daniel Schliffke aktive Wilderer. Die Narrenzunft ernannte sie dafür zu Ehrenmitgliedern.
25 Jahre sind Andreas Gantert (von links), Johannes Baumgartner und Daniel Schliffke aktive Wilderer. Die Narrenzunft ernannte sie dafür zu Ehrenmitgliedern. | Bild: Werner Steinhart

Die Hauptversammlung bildete auch den Rahmen für Ehrungen langjähriger Mitglieder. Zu Ehrenmitgliedern nach 25-jährigem Engegament wurden Johannes Baumgartner, Andreas Gantert und Daniel Schliffke ernannt. 20 Jahre dabei ist Anita Dörflinger und 15 Jahre dabei sind Markus Gisy, Sandra Werner und Katharina Zeitz.

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