Im Mittelpunkt der 42. Hauptversammlung des Laufenburger Museumsvereins Schiff stand am Freitag die gescheiterte Erweiterung, Erneuerung und Sanierung des Museums. Einen der für das Millionen-Projekt der Vereins notewendigen Kredite hatten die Ortsbürger von Laufenburg/CH im Februar bei einer Abstimmung versagt. Nun will der Verein ein modifiziertes Sanierungskonzept erarbeiten. Zur Finanzierung ist ein Kredit in Höhe von 25.000 Franken nötig. Von den 43 bei der Hauptversammlung im Schulhaus Burgmatt anwesenden Mitgliedern stimmte nur eines dagegen, zwei enthielten sich.

Sowohl Stadtammann Herbert Weiss als auch Bürgermeister Ulrich Krieger sind von dem Konzept überzeugt und stimmten ebenfalls dem 25.000-Franken-Kredit zu. Wie Krieger erklärte, wird die Stadtverwaltung Laufenburg/D das Projekt erst dann ihrem Gemeinderat zur Abstimmung vorlegen, wenn es auf Schweizer Seite genehmigt ist. Entsprechende Mittel seien im Haushalt aber bereits eingeplant.

Auf Initiative des Gemeinderates von Laufenburg/CH fanden bereits Gespräche am mit den Gegnern der ursprünglich geplanten Erweiterung statt, um auszuloten, wie und in welcher Form das Projekt noch zu retten ist.

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„Trotz allem Ungemach sind unsere Ausstellungen auf reges Interesse gestoßen“, erklärte Vereinspräsident Hans Burger in seinem Jahresbericht. Dazu gehöre die Ausstellung „Historische Landkarten“, die vom Oktober 2017 bis Februar 2019 dauerte und die Ausstellung „Biblia deutsch“, die Ende März 2019 öffnete und bis zum 6. September 2020 von über 2000 Ausstellungsbesuchern aufgesucht wurde.

Am Samstag, 10. Oktober, um 16 Uhr wird die nächste Ausstellung „Bilder erzählen Geschichten“ mit einer Vernissage eröffnet. Sie wird bis in den Sommer 2021 dauern. Es werden Laufenburger Motive verschiedener Maler gezeigt.

Die Jahresrechnung 2019 und das Budget 2020 wurden von Joe Schnetzler vorgelegt. Die Jahresrechnung schloss mit einem kleinen Gewinn ab. Das Budget sieht neben den üblichen Posten den sicherheitsrelevanten Unterhalt der elektrischen Hausinstallation in Höhe von 5250 Franken vor. Für den Erwerb eines Rollregals von der Gemeinde Laufenburg/CH, die zur Aufbewahrung wertvoller Bilder in der Zivilschutzanlage in Sulz dient, genehmigte die Versammlung einen Kredit von 12.000 Franken.

Im Mai war überraschend das Vorstandsmitglied Alois Schnetzler auch Laufenburg/CH verstorben. In den Vorstand des Museumsvereins wurden neu André Hönig aus Laufenburg/D und Daniel Waldner aus Kaisten gewählt. Martin Blümcke, der zu den 60 Mitgliedern aus Laufenburg/D gehört, wünschte sich die nächste Generalversammlung wieder einmal auf deutscher Seite.

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