Susann Duygu-D'Souza

Der Karfreitag gilt in der Poser- und Tuningszene traditionell als Startschuss in die Saison der Autoliebhaber. Auch der Polizei im Kreis Waldshut ist der sogenannte 'Car-Freitag', übersetzt 'Auto-Freitag', bekannt. Deshalb „werden zusätzliche Kräfte an diesem Tag eingeplant“, informiert Mathias Albicker, Pressesprecher der Polizei in Waldshut-Tiengen.

„Bisher ist uns nur von einem möglichen Treffen in St. Blasien bekannt, da stehen wir gerade im Austausch mit der Gemeinde“, so Albicker weiter. Laut Polizeisprecher Thomas Batzel habe die Stadt die Veranstaltung mittlerweile untersagt. Daraufhin habe auch der Veranstalter in den sozialen Netzwerken das Treffen abgeblasen.

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Generell war es in den vergangenen Monaten ruhig in der Tunerszene in der Region, was laut Polizei auch mit dem Wetter zu tun hatte. „Sobald es wärmer wird, gibt es auch wieder mehr treffen“, sagt Albicker.

Zuletzt fanden Tunertreffen unter anderem auf dem Mac Donalds Parkplatz in Waldshut-Tiengen statt oder auch im Kaitle auf dem Parkplatz vom Waschpark Top Car statt. Das war im Frühjahr und Sommer vergangenen Jahres. Auch hier hatte die Polizei immer wieder einen Blick auf die Veranstaltungen so wie einen Freitag- und Samstagabend im März 2021.

Mit Tempo 200 zwischen Laufenburg und Murg

Damals hatte die Verkehrspolizei bei Verkehrskontrollen rund um das Industriegebiet Kaitle zahlreiche Verkehrsverstöße geahndet. Über zwei zu laute Autos, sechs erloschene Betriebserlaubnisse wegen unzulässiger Veränderungen, zwei fehlende Kennzeichen und eine missbräuchliche Verwendung eines roten Kennzeichens gingen die Beanstandungen, die zur Anzeige gebracht wurden.

Neben Streifenfahrzeugen war auch ein ziviles Messfahrzeug der Polizei im Einsatz, das die Fahrt eines 41-jährigen und eines 26-jährigen Autofahrers auf der A 98 zwischen Laufenburg und Murg mit Geschwindigkeiten bis zu 200 Stundenkilometern dokumentierte.

Schlecht in Erinnerung geblieben ist Mathias Albicker eine Veranstaltung von Oktober 2021 in Bad Säckingen, bei der sich die Schweizer Tuner- bez. Poserszene auf dem Brennet-Park und später auf dem Laufenpark-Areal getroffen hat. Damals kamen rund 150 Autos, vorwiegend mit Schweizer Zulassung, und rund 500 Personen. Das Treffen sei vorab in den sozialen Medien angekündigt worden. Die Polizei hat damals Ermittlungen wegen Ruhestörungen eingeleitet.

Unterschied zwischen Poser und Tuner

Mathias Albicker betont, dass die Polizei zwischen zwei Gruppen von Autoliebhabern unterscheide. „Es gibt die Tuner, die ihre Autos ausstellen wollen und dann gibt es die Poser, die meist laut sind, die Motoren hoch drehen und laute Auspuffe haben, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.“ Das seien auch die, die die Tunerszene in Verruf brächten.

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