Die Maryan Beachwear Group aus Murg konfektioniert in ihrem Muster-Atelier seit über einem Monat keine Badeanzüge und Bikinis, sondern hier werden nun nach dem FFP2-Standard zertifizierte Atemschutzmasken während der Pandemie zur Bekämpfung des Covid-19-Virus hergestellt. Pressesprecherin Janina Lossen berichtet, dass die wöchentlichen Kapazität an Masken im Dreischichtbetrieb rund 10.000 Stück beträgt. Allerdings werden die Masken im Auftrag des Landes Baden-Württemberg gefertigten und sie sind für medizinisches Fachpersonal zugelassen und vorgesehen. Die Verteilung erfolgt ausschließlich über das Land Baden-Württemberg. „Endverbraucher können die Masken über uns nicht beziehen“, erklärt Janina Lossen.

Allerdings gibt es bei der Murger Firma Überlegungen, für den Normalverbraucher Alltagsmasken zu produzieren, berichtet sie. Ob und wann dies zum Tragen komme, könne derzeit noch nicht definitiv gesagt werden. „Wir sind dabei dies auszuloten“, betont Janina Lossen. Der Verkauf an Privatpersonen könnte zukünftig gegebenenfalls über das Maryan Beachwear Factory Outlet in Laufenburg erfolgen.

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Auch die in Luttingen ansässige Firma W. Dimer ist vor gut einem Monat in die Produktion von Alltags- oder Behelfsmasken für den Einmalgebrauch eingestiegen, wie Gerlinde Dannberger von der Marketingabteilung berichtet. Das Unternehmen verfügt über 80 Jahre Erfahrung in der Zellstoffwatte- und Schaumstoffverarbeitung. Erhältlich sind die Masken über den Online-Shop der Firma unter www.dapura.de. Die Masken unter der Bezeichnung „Behelfsmaske Dimer Easy“ werden im Paket zu 100 oder 20 Stück angeboten.

Alltags- oder Behelfsmasken für den Einmalgebrauch werden bei der Firma Dimer in Luttingen hergestellt.
Alltags- oder Behelfsmasken für den Einmalgebrauch werden bei der Firma Dimer in Luttingen hergestellt. | Bild: W. Dimer GmbH

Auch die Bad Säckinger Industriewäscherei Geiger Textil hat einen Mundschutz entwickelt. Hergestellt ist er aus einem so genannten Polyesterfunktionsgewebe. Das sei ein Reinraumstoff, der in entsprechender Schutzkleidung Verwendung finde, so Thomas Geiger, beispielsweise für die Schutzkleidungen in Reinräumen der Pharmakunden. „Die Masken sind aber nicht schutzklassenzertifiziert“, erklärte Jochen Geiger bereits vor vier Wochen. Das Verfahren würde viel zu lange gehen.

Die für infektiöse Bereiche gedachten Masken der Schutzklassen FFP2 oder FFP3 könne Geiger Textil nicht anbieten. Aber ihre Masken seien unter anderem für Pflegepersonal gedacht oder etwa für Mitarbeiter in Behörden oder Firmen mit Personenkontakt. Die Anfragen danach seien groß. Der zweite Maskentyp wird aus einem weniger hochwertigen Baumwoll-Polyester-Gewebe hergestellt.

Bei der Firma Global Safety Textiles in Murg, sie entwickelt und produziert Airbags, Airbaggewebe und technische Textilien, wird derzeit noch geprüft, ob eine Produktion von Masken für den privaten oder den medizinischen Bereich möglich ist, wie die Firma auf Nachfrage mitteilte. Für den Eigenbedarf innerhalb der Firma wurden bereits schon Masken hergestellt. Die Alltagstauglichkeit werde derzeit geprüft, so ein Sprecher der Firma.

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Auch bei der Laufenburger Firma Royalin GmbH, sie stellt hochwertige Vliesstoffe für technische Anwendungen her, läuft derzeit ein Test mit einem Material, das möglicherweise für eine Einwegmaske geeignet sein könnte. „Wir testen ein Filtermembran“, erklärte Geschäftsführer Robin Eisele auf Anfrage. Allerdings schränkt er ein, dass dies dann Masken ohne Zertifikat seien.

Hier gibt es Mund- und Nasenschutz

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