In der Herrischrieder Altenbetreuungseinrichtung Alpenblick sind derzeit 21 Personen mit dem Covid 19-Virus infiziert. Die Ansteckung erfolgte wahrscheinlich bereits Anfang Januar. Die Infizierten gehören zur Hochrisikogruppe der besonders Betagten.

Aktuell meldet das Landratsamt Waldshut für die 2700 Einwohner große Gemeinde 26 aktive Covid 19-Fälle. Das ist nach Wehr mit 37 und Waldshut-Tiengen mit 36 Fällen kreisweit die dritthöchste Zahl Infizierter, wobei die beiden Städte mit 13.000 beziehungsweise 24.000 Einwohnern fünf- beziehungsweise neunmal so groß sind.

273 aktive Corona-Infektionen gibt es am Montag, 25. Januar, im Kreis Waldshut, davon 26 Fälle in Herrischried.
273 aktive Corona-Infektionen gibt es am Montag, 25. Januar, im Kreis Waldshut, davon 26 Fälle in Herrischried. | Bild: Kreis Waldshut

Nach Auskunft des Landratsamts Waldshut sind von den 26 Infizierten Herrischrieds 22 in Altenbetreuungseinrichtungen untergebracht, davon 21 in der Residenz Alpenblick im Ortsteil Niedergebisbach. Insgesamt gibt es in der Gemeinde vier Altenbetreuungseinrichtungen.

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Die Seniorenresidenz Alpenblick hat über 60 Bewohner und etwa 50 Beschäftigte. Das Heim hatte am 2. Januar zu den drei Betreuungseinrichtungen im Landkreis gehört, deren Bewohnern und Beschäftigten als ersten im Landkreis die Möglichkeit einer Impfung gegen Covid 19 geboten wurde. Dass dort nun dennoch so viele Corona-Fälle aufgetreten sind, deutet daraufhin, dass Infektionen kurz vor oder kurz nach der Erstimpfung erfolgt sein müssen. Denn nach der Impfung dauert es einige Tage, bis der Körper die gewünschte Immunität aufbaut.

Nach Informationen des SÜDKURIER wurde das Virus von außen in die Betreuungseinrichtung eingetragen. Alle Infizierten wohnen im selben Haus, im anderen Wohngebäude der Einrichtung sind aktuell keine Infektionen bekannt. Die Geschäftsführung der Residenz Alpenblick wollte sich gegenüber unserer Zeitung nicht äußern.

Keine Zahlen zu Verstorbenen

„Aus unserer Liste geht nicht hervor, wie viele aus Herrischried in intensivmedizinischer oder klinischer Behandlung sind. Wir nennen – auch aus Schutz der Angehörigen, der Heime und des Pflegepersonals – keine Zahlen zu den Verstorbenen pro Heim“, so Landkreis-Sprecherin Susanna Heim. Sie bestätigt, dass es bereits Todesfälle in Herrischrieder Heimen gab, allerdings überwiegend in der ersten Pandemiewelle.

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Immer wieder komme es in Altenbetreuungseinrichtungen trotz Schutzmaßnahmen zu Ausbrüchen, erklärte das Landratsamt. Mehrere Heime im Landkreis seien in der Vergangenheit oder aktuell von Coronavirus-Ausbrüchen betroffen. Zuletzt trat ein größeres Ausbruchsgeschehen beispielsweise im Pflegeheim der Bürgerstiftung Wehr auf. In der ersten und zweiten Welle der Pandemie seien auch drei der vier Herrischrieder Einrichtungen darunter gewesen. Es gebe bis jetzt aber keinen Hinweis auf einen mutierten Virus-Fall im Landkreis.

Bis zum 13. Januar lag Herrischried bei der Zahl der Infizierten auf Gemeindeebene in einem ähnlichen Bereich wie die Nachbargemeinden Görwihl und Rickenbach. Am 14. Januar stieg die gemeldete Zahl dann schlagartig von 5 auf 17 an.

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