Kein Schulbetrieb

Aus Sicherheitsgründen wurde an den Schulen im Landkreis Waldshut der Unterrichtsbetrieb für Montag eingestellt. Da dieser Beschluss erst am späten Abend gefasst wurde, gab es für alle Schüler, die darüber nicht rechtzeitig informiert werden konnten ein alternatives Betreuungsprogramm, so das Landratsamt. Für Dienstag ist wieder regulärer Unterricht vorgesehen.

Behinderungen auf den Straßen

108 Einsätze infolge des Unwetters absolvierten die Feuerwehren im Landkreis Waldshut bis Montagnachmittag. Größtenteils handelte es sich dabei laut Mitteilung des Landratsamts Waldshut um umgestürzte Bäume, die Straßen blockierten.

Die Feuerwehr Küssaberg entdeckte bei einer Einsatzfahrt nach Küßnach in Dangstetten einen umgeknickten Strommasten und stützte diesen ab. Bild: Feuerwehr
Die Feuerwehr Küssaberg entdeckte bei einer Einsatzfahrt nach Küßnach in Dangstetten einen umgeknickten Strommasten und stützte diesen ab. Bild: Feuerwehr | Bild: Feuerwehr Küssaberg

Während es im westlichen Teil des Landkreises nur zu vereinzelten umgestürzten Bäumen kam, wurde das Wehratal längerfristig für den Verkehr gesperrt: „Hier gab es nicht nur umgestürzte Bäume, sondern auch Steinschläge“, erklärte Polizeisprecher Mathias Albicker auf Nachfrage.

Wie viel Zeit die Räumung in Anspruch nimmt, war gestern noch nicht endgültig absehbar. Schwerpunkte der Orkanböen waren die Höhenlagen im Norden und Nordosten des Landkreises Waldshut sowie die Region um den Feldberg und der Schwarzwald.

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Die B500 war unter anderem im Bereich zwischen Häusern und Schluchsee bis in den Spätnachmittag hinein gesperrt. Rund um Bonndorf wurden vier Straßen gesperrt. Auch im Raum Lauchringen/Klettgau waren etliche Straßen dicht.

Auf Schweizer Seite registrierten die Behörden etwa 80 sturmbedingte Einsätze. Größtenteils habe es sich aber um kleinere Vorfälle gehandelt, so Roland Pfister, Sprecher der Kantonspolizei Aargau.

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Bahnverkehr eingestellt

In ganz Baden-Württemberg und Bayern wurde der Schienenverkehr bis zum späten Montagnachmittag eingestellt. Eine Bahnsprecherin sagte dazu auf Nachfrage: „Die Wetterlage änderte sich während des Vormittags beinahe minütlich. Um die Sicherheit der Fahrgäste nicht zu gefährden, lassen wir die Strecken lieber länger geschlossen, als Unfälle zu riskieren.“

Das Dach einer Lagerhalle in Todtmoos drohte auf eine Stromleitung zu stürzen.
Das Dach einer Lagerhalle in Todtmoos drohte auf eine Stromleitung zu stürzen. | Bild: Andreas Böhm

Stromausfälle und weitere Schäden

In mehr als 20 Kommunen in den Landkreisen Lörrach, Waldshut, Breisgau-Hochschwarzwald und Schwarzwald-Baar kam es zu Stromausfällen, teils blieben die Menschen über Stunden, vereinzelt sogar bis in den Abend hinein, von der Elektrizität abgeschnitten.

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In Dangstetten und Untermettingen mussten Strommasten abgesichert werden, in Todtmoos wurde das etwa 100 Quadratmeter große Blechdach einer Lagerhalle heruntererissen und drohte auf eine Versorgungsleitung zu fallen.

Das Dach des Gasthauses „Hirschen“ in Ühlingen-Birkendorf wurde am Montagvormittag aus der Verankerung gerissen. Inhaber Martin Reichardt hofft, dass nicht noch mehr Schaden durch Regen entsteht.
Das Dach des Gasthauses „Hirschen“ in Ühlingen-Birkendorf wurde am Montagvormittag aus der Verankerung gerissen. Inhaber Martin Reichardt hofft, dass nicht noch mehr Schaden durch Regen entsteht. | Bild: Ursula Ortlieb

Einen gravierenden Schaden trug das Gasthaus „Hirschen“ in Ühlingen-Birkendorf davon: Hier wurde das Dach aus der Verankerung gerissen, ein Teil davon stürzte ab. Bei etlichen Häusern in der Region wurden Ziegel und Schindeln durch starke Böen von den Dächern gerissen.