Die Steuerungsgruppe Fairer Handel in Herrischried hatte zur Feier anlässlich des zweijährigen Bestehens der Zertifizierung geladen. Der Pfarrsaal in Herrischried war voll besetzt, unter den Besuchern waren auch die Gemeinderäte mit Bernd Kühnel, Uli Gottschalk und der stellvertretende Bürgermeister Helmut Eckert.

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Dirk Bürklin, Mitglied der Steuerungsgruppe, Glasbläser und Gemeinderat (Grüne) führte durch den Abend, der mit verschiedenen Projekten zeigte, wie vielfältig der Gedanke des Fairen Handels in der Welt umgesetzt werden kann. "Es sind die vielen kleinen Schritte jedes einzelnen an vielen kleinen Orten, die in der Welt das kleine Wunder bewirken, dass wir uns so sehr wünschen.“ Emotionaler Höhepunkt des Abends waren die selbst geschriebenen Lieder und sehr persönlichen Gedanken, die die Rickenbacherin Julia Lauber mit ihrer Musik zu Gehör brachte.

Bunte Vielfalt fairer Produkte

Roland Mutter aus Görwihl, der bis Herbst sein Lebensmittelgeschäft auf Bio und mit regionalen Produkten umstellt, präsentierte die bunte Vielfalt fair gehandelter Lebensmittel. Miriam Müller von Pakilia (Lebensfreude schenken) gab einen Einblick, unter welchen Bedingungen in Mexiko fairer Silberschmuck hergestellt wird.

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Es zeigte sich, was auf dem zweijährigen Weg als zertifizierte Faire Gemeinde bereits erreicht wurde. Es begann mit der engen Kooperation mit dem Weltlädeli Murg und Willi Moosmann, dessen Team mit einer Fairen Woche im September 2015 in der Rotmooshalle für eine Initialzündung sorgte. Bereits im März 2016 stand der Gemeinderat mit dem Beschluss hinter der Idee, Herrischried auf den Weg in eine faire Welt zu schicken. Ohne Gemeinderückhalt gäbe es die im Herbst 2016 erfolgte Zertifizierung nicht. Heute ist es selbstverständlich, dass im Rathaus fairer Kaffee getrunken wird, ebenso wie auf dem Gugelstüble.

Viele faire Ideen in Herrischried

Die Gemeinschaftsschule wird seitdem mit regionalen und fairen Produkte versorgt. Die Plant-for-the-Planet Gruppe der Sekundarstufe setzt sich mit dem Verkauf fairer Schokolade und Baumpflanzaktionen für die Abmilderung des Klimawandels ein. Der Freilichtbühne Klausenhof denkt darüber nach, nur noch fair gehandelte T-Shirts als Werbemittel einzusetzen. Bei der Bäckerei Schlegel und im Schmidt‘s Markt kann jeder fair gehandelten Kaffee, Zucker, Kakao und anderes kaufen.

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So macht sich die Initiative vor allem bei Catering-Aktionen dafür stark, dass es entweder regional oder fair zugeht. Wobei Birgit Waßmer-Huber von der Steuerungsgruppe betont: Regional geht vor Fairtrade. Es brauche demnach die Sicht in die Welt und die Sicht auf die Verantwortung vor Ort. Dabei sei die Frage des „Es-sich-leisten-Könnens“ bei Weitem nicht die erste. Information und Bewusstsein seien der erste Schritt in eine faire Welt. Wenn man es dann noch schafft, seinen Konsum teilweise fair auszurichten, sei viel gewonnen.

17 Vereine, Initiativen und Gastronomen machen mit

Die drei 2019 neu gewonnenen Partner-Restaurants Christophorus, Johanneshof GmbH und Kindergarten Don Bosco erweitern die bereits 14 Partner umfassende Kooperationsliste zum fairen Handel in Herrischried.

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