Die Stadt Bad Säckingen will ihren fair gehandelten Trompeterkaffee weithin publik machen. Im Rahmen des zweiten Fairen Stadtfestes, welches am 22. September stattfinden wird, hat sich das Organisationsteam um den städtischen Umweltbeauftragten Ralf Däubler einen besonderen Gag ausgedacht: die Bürgermeister-Kaffeewette.

Wie sich bereits erahnen lässt, geht Bürgermeister Alexander Guhl eine Wette ein und zwar gegen die Bad Säckinger Bevölkerung.

Am besten natürlich Trompeterkaffee

Guhl wettet, dass es die Bad Säckinger nicht schaffen, an zwei Tagen 500 Tassen Kaffee zu trinken. „500 Kaffeetrinker entsprechen etwa zwei Prozent der Gesamtbevölkerung von Bad Säckingen“, erklärt Däubler.

Es geht jedoch nicht einfach nur darum, Kaffee zu trinken. Wichtig ist, dass der getrunkene Kaffee aus einer fair gehandelten Produktion kommt. „Wir lassen alle Fair-Trade-Kaffeesorten bei der Wette gelten, aber am liebsten wäre es uns natürlich, wenn der Trompeterkaffee getrunken wird“, erklärt Däubler.

Größere Aufmerksamkeit für fairen Handel

Laufen wird die Wette am 14. und 15. September. An diesen beiden Tagen heißt es dann für alle Bad Säckinger Kaffeetrinker, die geleerten Tassen zu zählen. Gleichzeitig erhofft sich Däubler eine größere Aufmerksamkeit für den fairen Handel.

Bereits seit einigen Jahren bemüht sich die Stadt im Kontext der Entwicklungsarbeit Fair-Trade-Produkte zu bewerben und selbst zu vermarkten. So gibt es neben dem Trompeterkaffee, auch Schokolade, oder die neuen Stofftaschen aus fairem Handel zu erwerben.

Ebenso ist geplant, die städtischen Mitarbeiter, beispielsweise der Stadtgärtnerei, mit fair gehandelten T-Shirts auszustatten. Sukzessive will die Stadt so Kontinuität in Sachen Fairness aufbauen und das Bewusstsein dafür steigern.

Guhl muss bei Niederlage Kaffee ausschenken

Mit der Auszeichnung als Fairtrade-Stadt im vergangenen Jahr ist somit bereits ein Etappensieg gelungen. Mit der Bürgermeister-Kaffeewette wollen Däubler und Guhl nun eine breite Öffentlichkeit ansprechen. Dafür ist Guhl gar gerne bereit, die Wette zu verlieren, „wenn ich damit einen Beitrag dazu leiste, dass der Handel auf der Welt fairer wird“, wie er sagt. Im Falle einer Niederlage muss Guhl als Wetteinsatz Trompeterkaffee beim Stadtfest ausschenken und Schokolade verkaufen.

Wette: Wer sich an der Kaffeewette beteiligen möchte, kann sich bis zum 15. September per E-Mail unter fairer.kaffee@gmail, oder telefonisch bis zum 17. September um 12 Uhr unter 07761/512 02 bei den Wett-Verantwortlichen melden.