Seit 40 Jahren ist er der Dreh- und Angelpunkt, wenn es um Veranstaltungen geht. Doch jetzt war es Zeit für ein „Facelifting“. „Wir haben den Ausfall der Veranstaltungen wegen der Krise genutzt, den Kursaal zu renovieren“, so Bürgermeister Alexander Guhl.

Sind vor einigen Jahren bereits die Technik erneuert und das Foyer neu gestrichen worden, ging es jetzt ans Eingemachte. „Es war eigentlich geplant, den Kursaal in diesem Sommer zu renovieren“, so Thomas Ays, Leiter des Amtes für Tourismus und Kultur.

Doch sind die Arbeiten vorgezogen, weil es momentan ohnehin keine Veranstaltungen gibt und der Kursaal geschlossen ist. „Wie hätten wir der Bevölkerung verkaufen sollen, wenn es nach der Krise endlich wieder Veranstaltungen gibt und wir schließen den Kursaal wegen den Bauarbeiten?“, so Ays weiter.

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Seit vier Wochen laufen die Arbeiten bereits und haben gleich mit schwerem Gerät begonnen. Denn der alte Parkettboden und der Estrich im Kursaal mussten raus. Dazu wurden zwei Bagger durch den Erker in den Saal gehievt, die beherzt an die Arbeit gegangen sind.

Gleich mit zwei schweren Baggern rückten die Handwerker dem Bodenbelag im Kursaal zu Leibe.
Gleich mit zwei schweren Baggern rückten die Handwerker dem Bodenbelag im Kursaal zu Leibe. | Bild: Stadtverwaltung/Thomas Ays

„Vier Tage haben die Arbeiten gedauert, dann war alles draußen“, so Ays weiter. Der Boden im Kursaal wird wieder einen Parkettboden erhalten. Außerdem ist die 40 Jahre alte Bestuhlung ausgetauscht worden.

Inzwischen haben die Handwerker damit begonnen, die sanitären Anlagen rauszureißen. „Der Charme der 80er wird auch dort verschwinden“, schmunzelt der Bürgermeister. Die braunen Fliesen werden herausgeklopft und weichen einem modernen, hellen Belag.

Der Charme der 80er-Jahre in den sanitären Anlagen im Kursaal wird nach den Modernisierungsarbeiten verschwunden sein.
Der Charme der 80er-Jahre in den sanitären Anlagen im Kursaal wird nach den Modernisierungsarbeiten verschwunden sein. | Bild: Susanne Eschbach

Auch die Brandschutzmaßnahmen und die Belüftung werden erneuert. „Der Kursaal ist das Aushängeschild der Stadt und das sollte gepflegt werden“, ist der Amtsleiter für Tourismus und Kultur der Meinung.

„Wenn man überlegt, wie viele Veranstaltungen in den vergangenen 40 Jahren im Kursaal stattgefunden haben, sah er noch recht gut aus“, ist Guhl der Meinung. „Doch war vieles nicht mehr zeitgemäß und eine Modernisierung war dringend nötig.“ Einzig der Konferenzraum „K2“ wird nach den Bauarbeiten an die ursprüngliche Optik des Kursaals erinnern. „Dieser Raum wird auch noch irgendwann hergerichtet“, verspricht der Amtsleiter. Doch will sich die Stadt damit noch ein wenig Zeit lassen.

Arbeiten: Bis 1. Juli sollen die Bauarbeiten im Kursaal laufen, die rund 373.000 Euro kosten werden. Davon hat das Land einen Zuschuss von 160.000 Euro bewilligt.

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