Die Zeiten mit Corona haben gezeigt, wie wichtig der digitalgestützte Unterricht ist. Denn seit der Schließung der Schulen vor fünf Wochen, werden die Schüler fast ausschließlich zu Hause über den Computer geschult. In der Akademie für Gesundheitsberufe mit den Physio- und Ergotherapieschulen sowie der Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung im Schöpfebachtal, ist diese Form des Unterrichts längst Alltag. Denn bereits seit 2017 nutzen diese Einrichtungen digitale Medien zur Unterrichtsgestaltung. „Wir sind in der komfortablen Lage, unseren Unterricht digital zu unterstützen“, erklärt Günther Nufer, der kaufmännische Geschäftsführer der Akademie. Und jetzt ist das Vorhaben auch offizieller Partner des Digitalpakts Schule des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Denn das Medienkonzept der Schulen ist von der Landesmedienzentrale Baden-Württemberg jetzt offiziell zertifiziert worden und hat einen Landeszuschuss in Höhe von 37.300 Euro bewilligt.

Seit 2017 arbeitet Akademie im Schöpfebachtal mit den digitalen Medien. Dazu können sich die Studierenden ihre Vorlesungsskripte auf einem E-Forum abrufen. Als im vergangenen Jahr dann der Neubau für die Ergotherapieschule entstanden ist, wurden die Verbindungskabel und ein Glasfaseranschluss gleich mitverlegt. Große Bildschirme ersetzen die Tafeln, Leinwände und Projektoren und jeder Schüler wird mit einem Laptop ausgestattet. „Insgesamt 109.000 Euro haben wir investiert“, so Günther Nufer.

In Zusammenarbeit der Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld, sind die inhaltlichen Voraussetzungen für den „virtuellen Hörsaal“ geschaffen worden. „Wir sind in der Lage, dass die Professoren aus Bielefeld ihre Vorlesungen digital halten können“, so Nufer weiter. Während der Dozent über den Bildschirm spricht, können die Studenten ihre Fragen über den Laptop stellen.

„Die Rückkoppelung über die Effizienz des digitalen Unterrichts erfolgt durch regelmäßige Lehrerkonferenzen und über die Beurteilung durch die Schüler, die regelmäßig auch schriftlich stattfinden“, sagt Nufer. „ Und Aufgrund der Zusammenarbeit mit der Fachhochschule des Mittelstandes, kann deren besondere Kompetenz im IT-Bereich genutzt werden“.

Jetzt allerdings in der Corona-Zeit findet dieser Unterricht gerade umgekehrt statt. Die Schüler der verschiedenen Klassen sind der Akademie von zu Hause aus in das Klassenzimmer zugeschaltet, wo die Lehrkräfte sitzen. „Die Schüler bekommen wöchentlich ihre Arbeitsplan“, erklärt Berthold Jung, der Schulleiter der Ergotherapieschule. So können die Schüler ihre Pläne abarbeiten und es findet ein täglicher Unterricht von 8 bis 16 Uhr statt. Dazu können die Studenten ihre Manuskripte für alle Mitstudenten sichtbar hochladen und referieren.

Allerdings kann damit auch nur ein Teil des Unterrichts abgedeckt werden. „Der praktische Unterricht ist so leider nicht machbar“, erklärt der Schulleiter. Aus diesem Grund beginnt auch für die Abschlussklassen der Akademie am kommenden Montag wieder die Schule, wo sie auf ihre Prüfungen vorbereitet werden.

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