Der Campus der beruflichen Schulen ist gerüstet und kann am Montag an den Start gehen. „Die Schüler zieht es zurück in die Schule“, weiß Erika Breiling, die Leiterin der Rudolf-Eberle-Schule. Denn fünf Wochen sind inzwischen vergangen, in denen die Schüler wegen der Corona-Pandemie jeweils online bei sich zu Hause beschult worden sind. „Jetzt wünschen sich die Schüler wieder die direkten Gespräche von Angesicht zu Angesicht“, so Breiling weiter. „Die Schüler möchten wieder praktisch arbeiten“, ist Alexander Emmerich, stellvertretender Schulleiter der Hauswirtschaftsschule, sicher. „Ich lerne ja auch nicht Skifahren, wenn ich nur darüber lese“, sagt er. Auch verfüge nicht jeder Schüler über die Gegebenheiten, um von zu Hause aus richtig und konzentriert zu lernen.

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Doch viele der Schüler werden sich noch weiter gedulden müssen. Denn am Montag sind es lediglich die Abschlussklassen der Hauswirtschaftsschule, der Gewerbeschule und der Rudolf-Eberle-Schule, für die die Schule wieder beginnt. Es findet noch kein Regelunterricht statt und die Schüler werden lediglich auf ihre Abschlussprüfungen vorbereitet, die Mitte Mai beginnen sollen. Die Schüler durften im Vorfeld entscheiden, ob sie am Unterricht in der Schule teilnehmen möchten und in Bad Säckingen haben sich 550 Abschlussschüler für einen Unterricht in der Schule entschieden.

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Wenn am Montag die Schule wieder losgeht, liegt einiges an Arbeit hinter den Schulleitern. Die künftigen Laufwege innerhalb der Schulgebäude mussten abgeklebt werden. „Im ganzen Gebäude gibt es nur noch Einbahnstraßen, damit sich die Schüler so wenig wie möglich begegnen“, so Raphael Schopp, Leiter der Gewerbeschule. Momentan sind auch ein Teil der Werkstätten der Gewerbeschule in Betrieb. Denn die technischen Lehrer der Schule haben die Holzrahmen für die Plexiglasscheiben gesägt und zusammengebaut, die in den drei Schulen in bestimmten Bereichen wie das Sekretariat angebracht worden sind. Auch die Klassenzimmer mussten für den Unterricht in der Zeit von Corona hergerichtet werden. Dafür haben die Hausmeister die Abstände der Tische genau abgemessen und markiert. Pro Tisch darf nur ein Schüler sitzen und die Sitzplätze dürfen auch nicht gewechselt werden. „Wir haben zum Teil Trennwände zwischen den Klassenzimmern herausgenommen, damit wir mehr Schüler in einem Raum unterbringen können“, erklärt Alexander Emmerich. Trotzdem finden nicht mehr als rund 16 Schüler Platz in einem Raum, sodass die bestehende Klassenstruktur aufgelöst und die Schüler in mehrere Klassenräume verteilt werden müssen.

Die Schüler sitzen einzeln an den Tischen und im vorgschriebenen Mindestabstand. Die Plätze dürfen auch nicht gewechselt werden. Bild: Susanne Eschbach
Die Schüler sitzen einzeln an den Tischen und im vorgschriebenen Mindestabstand. Die Plätze dürfen auch nicht gewechselt werden. Bild: Susanne Eschbach

Die Schüler dürfen ihre Mundschutzmasken erst ablegen, wenn sie im Kassenzimmer auf ihrem Platz sitzen. Bereits bevor die Schüler das Gebäude betreten, müssen sie ihre Hände desinfizieren und werden auf ihre Klassen verteilt. „Rauchen oder Toilettengänge sind nur einzeln erlaubt“, erklärt Erika Breiling. Und dass es auch so ist, wird überwacht. „Die meisten Schüler sind erwachsen und verständig, was die Hygiene- und Verhaltensregeln angeht“, ist Alexander Emmerich zuversichtlich. Und: „Wir lassen das jetzt alles so eine Woche laufen und dann sehen wir weiter wie es weitergeht“.

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