Das Albbrucker Freibad wird in diesem Jahr nicht geöffnet. Das beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Damit setzt die Gemeinde auch eine Absprache zwischen den Bürgermeistern des Landkreises um, die kommunalen Freibäder in dieser Saison nicht zu öffnen. Das schließe jedoch nicht aus, so Bürgermeister Stefan Kaiser, dass einzelne Gemeinden auch einen anderen Weg einschlagen könnten, wie das am Beispiel Bad Säckingen deutlich geworden sei. Der Beschluss des Albbrucker Gemeinderates fiel einstimmig aus, obwohl zahlreiche Bedenken geäußert wurden.

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  • Auflagen: Die Auflagen, die aufgrund der Pandemie landesweit festgesetzt wurden, sind so streng gefasst, dass nur sehr stark eingeschränkte Möglichkeiten zur Nutzung des Bades bestehen. Auch der Aufwand zur Umsetzung dieser Auflagen und der speziellen Hygienevorschriften sind enorm und nur durch eine Mehr an Personal zu bewerkstelligen. „Es ist uns bewusst, dass die Bevölkerung zurück zum geregelten Alltag möchte“, so Bürgermeister Stefan Kaiser. Nach wie vor stünde aber der Gesundheitsschutz der Bevölkerung an oberster Stelle.
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  • Betriebskonzept: Vorweg muss ein aufwendiges Betriebskonzept erarbeitet werden, etwa zur maximal zulässigen Anzahl der Badegäste, zur maximalen Anzahl der Personen im Wasser und zu den Abstandsregeln. Am Beckenrand müssen Abstandsmarkierungen angebracht und die Ein- und Ausstiege vom Becken getrennt werden. Halten sich die Badegäste nicht an die Vorgaben, müssen diese Bereiche gesperrt werden. Hinzu kommt eine strenge Zugangsregelung zur Gewährleistung der Abstände und zur Erfassung der Personaldaten aller Badegäste. Strenge Regelungen gibt es auch bei den Umkleide- und Sanitäranlagen und zur Reinigung und Desinfektion der Toiletten, Türgriffe, Schließanlagen, der Ein- uns Ausstiege an den Becken, der Rutschen und des Sprungturmes, und gegebenenfalls die Anmietung zusätzlicher Sanitäranlagen.
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  • Personal: An jedem Becken, an jeder Rutsche sind Ordnungskräfte erforderlich. Zusätzliches Personal wäre auch erforderlich zur Eintrittskontrolle und den Reinigungskontrollen in den erforderlichen Hygienezyklen. Für die Gemeinde Albbruck käme erschwerend hinzu, dass das Bad personell ohnehin nicht ausreichend mit Fachkräften versorgt ist. Nachdem der zweite Schwimmmeister Anfang dieses Jahres gekündigt hat und eine Neuanstellung nicht geglückt ist, verbleibe, so Stefan Kaiser, lediglich ein Schwimmmeister zur Aufrechterhaltung der Sicherheit im Badebetrieb. Schon allein aus diesem Grunde müssten die täglichen Öffnungszeiten eingeschränkt und auf einzelne Wochentage begrenzt werden. Erdrückend sei auch das Haftungsrisiko für die Gemeinde.
  • Einwände: Bedauert wurde in der Sitzung des Gemeinderats vor allem, dass die Leidtragenden Familien mit Kindern seien, da die meisten in diesem Jahr keinen Urlaub machen könnten. Auch die Schwimmkurse würden ausfallen. Begrüßt wurde der Vorschlag des Bürgermeisters, „ein Hintertürchen offen zu lassen“, falls die Vorgaben gelockert würden.

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