In die Bildung wird in der Gemeinde Wutöschingen viel Geld investiert. Derzeit laufen auf dem Gelände der Alemannenschule mit der Komplettsanierung eines Bestandsgebäudes und dem Neubau für den gymnasialen Zweig gleich zwei Großprojekte mit einem Investitionsvolumen von mehr als zehn Millionen. Der 2016 eingeweihte erste Neubau für die Gemeinschaftsschule und der Umbau eines weiteren Bestandsgebäudes schlugen bereits mit mehr als sechs Millionen zu Buche. Auch abzüglich der Fördermittel sind das für die 7000 Einwohner-Gemeinde enorme Summen.

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Die Kosten stets im Blick hat Bürgermeister Georg Eble und der drückte bei der Vorstellung der Außenanlage für den Neubau und das angrenzende Umfeld in der jüngsten Gemeinderatsitzung energisch auf die Sparbremse. Bei der Kostenberechnung für diese Maßnahme einschließlich Nebenkosten in Höhe von 1.570.000 Euro, legte er ein entschiedenes Veto ein, auch wenn er die Planung von Landschaftsarchitekt Christian Burkhard vom Büro Burkhard-Sandler aus Hohentengen als sehr gelungen lobte.

„Wir können nicht 1,5 Millionen in die Außenanlage investieren. Wir haben noch so viele andere Projekte die in der Gemeinde anstehen. Wir müssen hier über Einsparpotentiale diskutieren.“ Planer Christian Burkhard betonte, dass die überplanbare Fläche mit 6500 Quadratmetern sehr groß sei und sich dadurch auch höhere Kosten ergeben.

Die Gestaltungsplanung bezieht nicht nur das Außengelände des Neubaus ein, sondern auch den sanierungsbedürftigen roten Platz neben der Alemannenhalle, das Umfeld des blauen Lernhauses, der Vorbereich der Alemannenhalle, die Ergänzung des Außenbereichs der Mensa und Parkplatzerweiterungen.

Bereits vor der öffentlichen Sitzung am vergangenen Montag hatte die Verwaltung gemeinsam mit Planer Christian Burkhard in Teilbereichen mögliche Einsparpotentiale in Höhe von 71.800 Euro besprochen und stelle sie in der Sitzung vor.

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Auch dem Gemeinderat gefiel die Planung sehr gut, dennoch stimmte er geschlossen dem Verzicht auf den Bereich Street-Workout mit Trampolin, Slackline und einem Holzpodest mit Kosten in Höhe von 55.200 Euro zu, auf den Senkgarten mit Sitzsteinen sollte allerdings nicht verzichtet werden, nachdem Gemeinderat Niklas Nüssle (Grüne) berichtet hatte, wie gut der Sitzbrunnen auf dem Campus seiner Studentenzeit bei den jungen Menschen angekommen ist.

Somit ergeben sich für die Außengestaltung voraussichtlich Gesamtkosten in Höhe von 979.800 Euro. Für die Sanierung des roten Platzes erhofft sich die Verwaltung einen Zuschuss aus Sportfördermitteln in Höhe von 72.000 Euro, sodass sich der Gemeinde Eigenanteil der Gemeinde auf 907.800 Euro reduziert.