Die CDU ist zugleich Gewinnerin und Verliererin der Bundestagswahl in Waldshut-Tiengen. In der Doppelstadt konnte die Partei sich zwar knapp auf dem Spitzenplatz behaupten, musste aber einen Verlust von 12,1 Prozentpunkten gegenüber dem Ergebnis vor vier Jahren hinnehmen. Ihr Stimmenanteil fiel von 38,1 auf 26,03 Prozent. Die CDU landete damit knapp vor den Sozialdemokraten, die mit nun 22,98 Prozent mehr als sechs Prozentpunkte gegenüber 2017 (16,7) gewannen. Die Grünen blieben drittstärkste Kraft und legten um fast fünf Prozentpunkte auf 17,4 Prozent zu. Die FDP verbesserte sich von 11,4 auf jetzt 14,22 Prozent. Die AfD verlor 2,3 Prozentpunkte und holte 8,99 Prozent. Die Linke kam auf 2,92 Prozent (2017: 4,1).

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Bei den Erststimmen für die Kandidaten des Wahlkreises Waldshut erhielt der erneut kandidierende CDU-Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner aus Lauchringen 32,01 Prozent. Der Direktkandidat konnte somit den Spitzenplatz verteidigen, büßte gegenüber der Bundestagswahl 2017 jedoch 6,5 Prozentpunkte ein. Die SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter, die ebenfalls wieder angetreten war, holte 28,35 Prozent der Stimmen. Die Lauchringerin, die in Waldshut geboren und aufgewachsen ist, konnte damit rund eineinhalb Prozentpunkte gegenüber der Abstimmung vor vier Jahren gutmachen.

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Der Waldshuter Jan-Lukas Schmitt, der erstmals für die Grünen kandidierte, verbuchte 14,42 der Zweitstimmen für sich, was einer Zunahme von rund sechs Prozentpunkten entspricht. Vor vier Jahren hatte Ulrich Martin Drescher aus Kirchzarten 8,4 Prozent erreicht. Zuwachs gab es auch bei der FDP mit ihrem Kandidaten Jareem Khawaja aus Laufenburg: Der Liberale holte 7,66 Prozent, was einem leichten Plus von eineinhalb Prozentpunkten gegenüber 2017 entspricht, als Daniel Poznanski aus Bonndorf kandidiert hatte.

Die AfD-Kandidatin Andrea Zürcher aus Stühlingen fuhr mit 9,05 Prozent der Erststimmen rund ein Prozent weniger Prozentpunkte ein als die Bewerberin Martina Böswald aus Staufen vor vier Jahren. Verluste verzeichnete auch die Linke: Kandidat Robert Kuhlmann aus Grenzach-Wyhlen erreichte 2,59 Prozent, sein Vorgänger Lothar Schuchmann aus Freiburg hatte 4,8 Prozent geholt. Die Wahlbeteiligung war mit 70,37 Prozent etwas geringer als 2017 (71,1).

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