Wasserratten und Saunagänger müssen trotz anhaltender Corona-Krise im Herbst und Winter nicht auf ihren Spaß verzichten. Die Stadtwerke Waldshut-Tiengen öffnen die Sauna am Donnerstag, 22. Oktober; zwei Tage später folgt das ebenfalls in der Waldshuter Stadthalle untergebrachte Hallenbad.

Auch wenn der Betrieb der Freizeiteinrichtung aufgrund der derzeit behördlich vorgegebenen Auflagen für die Stadtwerke ein zusätzliches Verlustgeschäft bedeute, sei es nicht in Frage gekommen, das Hallenbad gar nicht zu öffnen. „Wir wollen den Bürgern das Schwimmen ermöglichen“, betonte Geschäftsführer Siegfried Pflüger in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats, wo er das eine Woche zuvor von der Gesellschafterversammlung beschlossene Konzept vorstellte.

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Dieses sieht vor, dass das Hallenbad nur an Wochenenden und Feiertagen maximal 3,5 Stunden für Besucher geöffnet wird. Die Wochentage sind dem Schul- und Vereinssport vorbehalten. Außerdem möchten die Stadtwerke unter der Woche aufgrund der hohen Nachfrage verstärkt Kinderschwimmen und Aqua-Fitness-Kurse anbieten, wie Pflüger anmerkte.

Neben den Öffnungszeiten werden auch die Besucherzahlen beschränkt: Im Hallenbad dürfen sich zunächst maximal 71 Gäste aufhalten, im Saunabereich 62 Personen. „Mit diesen Zahlen starten wir. Wenn Luft nach oben ist, lassen wir mehr ein“, sagte Bäderbetriebsleiter Daniel zur Mühlen.

Hallenbad und Sauna in Corona-Zeiten

Für die Sauna kündigte Pflüger eine vierwöchige Testphase an. „Wir schauen uns zunächst die wirtschaftliche Situation an“, begründete der Geschäftsführer das Vorgehen. Sollten in diesem Zeitraum durchschnittlich weniger als 40 Gäste am Tag die Sauna besuchen, werde sie wieder geschlossen.

Außer in den Becken und in den Saunakabinen gilt überall Maskenpflicht. „Im Eingangsbereich bekommen Sie eine Art Gefrierbeutel, in der Sie die Maske verstauen und ins Regal am Beckenrand legen können“, beschrieb Siegfried Pflüger den vorgesehenen Ablauf.

Bäderbetriebsleiter Daniel zur Mühlen und Schwimmmeister Chatura Mahawaduge stehen im Waldshuter Hallenbad vor dem noch leeren Schwimmerbecken.
Bäderbetriebsleiter Daniel zur Mühlen und Schwimmmeister Chatura Mahawaduge stehen im Waldshuter Hallenbad vor dem noch leeren Schwimmerbecken. | Bild: Nico Talenta

Wie in der zu Ende gegangenen Freibadsaison ist das Schwimmen nur in vorgegebenen Bahnen und in Kreisrichtung möglich. Ebenso ist vor dem Besuch von Hallenbad und Sauna eine Online-Registrierung erforderlich.

Im Unterschied zu den Freibädern, wo der Eintritt vor Ort kassiert wurde, müssen Hallenbad- und Saunagäste bereits bei der Anmeldung für den Besuch bezahlen. „Während der Freibadsaison haben sich einige angemeldet und sind nicht gekommen. Das hat die Zeitslots blockiert“, erklärte der Geschäftsführer den Grund für die Vorauskasse. Bezahlt werden kann mit Kreditkarte und (Sofort-)überweisung. Das Online-Bezahlsystem Paypal werde nicht angeboten, wie zur Mühlen auf Nachfrage erklärt.

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Stornierung derzeit noch nicht möglich

Philipp Studinger (CDU) wollte wissen, ob es möglich sei, eine Anmeldung zu stornieren, falls beispielsweise ein Besucher Krankheitssymptome verspürt. Daniel zur Mühlen verneinte dies für den jetzigen Zeitpunkt und verwies auf ein technisches Problem des Software-Herstellers. Sobald dieses behoben sei, könne eine Stornierung erfolgen.

Nathalie Rindt (CDU) schlug vor, das Hallenbad zusätzlich freitagnachmittags zu öffnen. Die Stadtwerke wollen jedoch erst die Nachfrage abwarten, stellen aber eine nachträgliche Anpassung der Zeiten in Aussicht.

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