Eine klassische Premiere war es nicht, aber gleichwohl erlebte die Stadthalle in Waldshut den ersten Neujahrsempfang nach ihrer Komplettsanierung.

Umzug von Tiengen nach Waldshut

War der gesellschaftliche Aufgalopp ins neue Jahr zuletzt in Tiengen beheimatet, bot die runderneute Halle in Waldshut am Montagabend den mehr als passenden Rahmen für den Neujahrsempfang 2019.

Einem kurzweiligen offiziellen Teil, der sich hauptsächlich um die Themen Verkehr und Gesundheit drehte, folgte ein ebenso unterhaltsamer zweiter Teil, bei dem Begegnungen, Gespräche und – natürlich – jede Menge gute Wünsche im Mittelpunkt standen.

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Kein Wunder, waren doch etwa 900 Bürger der Doppelstadt der Einladung von Oberbürgermeister Philipp Frank gefolgt. Sie machten aus der Stadthalle einen Schauplatz der guten Laune.

Start ins Jahr 2019: Oberbürgermeister Philipp Frank begrüßte die Rund 800 Gäste beim Neujahrsempfang in der Waldshuter Stadthalle mit einem Rückblick aufs vergangene und einem Ausblick aufs neue Jahr. Bild: Peter Rosa
Start ins Jahr 2019: Oberbürgermeister Philipp Frank begrüßte die Rund 800 Gäste beim Neujahrsempfang in der Waldshuter Stadthalle mit einem Rückblick aufs vergangene und einem Ausblick aufs neue Jahr. Bild: Peter Rosa | Bild: Peter Rosa

Mit Blick auf das Begrüßungszeremoniell, sagte OB Philipp Frank mit einem Augenzwinkern: „Mein Ehering ist schon ganz oval vom vielen Händeschütteln.“

In kurzen Sequenzen ließ Frank danach das vergangene Jahr kurz Revue passieren, pickte aus jedem Monat den gesellschaftlichen oder politischen Höhepunkt heraus – von Spitalausstieg bis Bürgerbegehren (Erhalt des Waldshuter Freibades) war alles dabei. Natürlich auch die Wiedereröffnung der für 24 Millionen Euro sanierten Stadthalle (mit Hallenbad und Sauna).

Schule, Sport und Kultur

Folgerichtig waren Vertreter der Hauptnutzer des Gebäudes die ersten Gäste auf der Bühne. Matthias Schneider, Vorsitzender des Schwimmclubs Neptun, Lisa Bosch, Rektorin der Robert-Schuman-Realschule, und Kerstin Simon, Leiterin des städtischen Kulturamtes plauderten mit dem Oberbürgermeister über die Vorzüge, aber auch über die kleineren Mängel der Waldshuter Stadthalle. Aber alle drei gaben sich überzeugt, dass die Defizite bald behoben seien.

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Straße, Schiene und Spital

Politischer wurde die Talkrunde bei den Themen Gesundheitsversorgung und Verkehr. Hierzu standen Klinik-Geschäftsführer Hans-Peter Schlaudt, Landrat Martin Kistler und Dirk Brandenburger, Technischer Geschäftsführer der Deges (seit Kurzem zuständig für die Autobahnplanung im Landkreis Waldshut).

Bild: Peter Rosa

Alle drei richteten gemeinsam mit dem OB – getreu dem Motto des Abends – den Blick nach vorn und versprühten Optimismus: der Landrat in Sachen Zentralspital und Elektrifizierung der Hochrheinstrecke, der Klinik-Chef in Sachen Modernisierung des Waldshuter Krankenhauses, der Fernstraßen-Planer in Sachen A 98.

Laufe alles optimal, so könne das geplante Zentralkrankenhaus für den gesamten Landkreis Waldshut in zehn Jahren bezugsfertig sein, blickte Landrat Martin Kistler nach vorn.

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Landrat mit viel Optimismus

Und er ging noch einen Schritt weiter: Bereits im ersten Halbjahr 2019 solle die Entscheidung über den Standort des neuen Spitals fallen. Bereits angestoßen sei die inhaltliche wie bauliche Erneuerung des Waldshuter Krankenhauses, erklärte Geschäftsführer Hans-Peter Schlaudt und kündigte für kommenden Monat eine neue Chefärztin für die Kardiologie an.

Prosit: Petra Tröndle, Christa Bader (Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Tiengen) und Jutta Rüd stoßen auf ein erfolgreches Jahr 2019 an.
Prosit: Petra Tröndle, Christa Bader (Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Tiengen) und Jutta Rüd stoßen auf ein erfolgreches Jahr 2019 an. | Bild: Peter Rosa

Einen optimalen Lauf der Dinge vorausgesetzt, so Martin Kistler, könnten die ersten Elektroloks bereits 2025 entlang des Hochrheins rollen. Er räumte aber auch ein: „Die aktuelle Situation auf Straße und Schiene sind verbesserungswürdig.“ Aber, da war wieder der Optimismus des Abends: „Es läuft was, auch wenn man es noch nicht sieht.“

Dies soll in Kürze auch bei der A 98 der Fall sein. Diese Zuversicht versprüht zumindest der eigens aus Berlin angereiste technische Geschäftsführer der Deges, Dirk Brandenburger. Im Brustton der Überzeugung sagte er: „Als Projektmanager habe die Deges in den vergangenen 25 Jahren 1500 Kilometer Autobahnen gebaut. Dann werden wir die 25 bis 30 Kilometer am Hochrhein auch noch irgendwie hinbekommen.“

Die vielen Helfer im Hintergrund

Garanten für den gelungenen Ablauf waren viele Akteure auf, neben und hinter der Bühne. So der Pianist Valentine aus Kadelburg, Marianne Dürr und ihr Stadthallen-Team, das Facility-Management, der Baubetriebshof, die Mitarbeiter von HVT und nicht zuletzt Stephanie Meyer und Hildegard Ebner-Fox, die beiden Hauptorganisatorinnen des Empfangs. Der OB dankte allen.