Zum Glück gibt es Abkürzungen. Wer etwa könnte sich schon ein Wortgebilde wie „Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH“ so einfach merken? Dabei soll die Deges, so das schon einprägsamere Akronym, in der Region eine bedeutende Rolle spielen und den Waldshutern endlich zu der seit Jahrzehnten erwarteten Umfahrung im Zuge der Hochrhein-Autobahn verhelfen.

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Zur Bekräftigung war Deges-Chef Dirk Brandenburger eigens aus Berlin zum Neujahrsempfang angereist und machte im Gespräch mit Oberbürgermeister Philipp Frank den Besuchern Mut: „Alle Planungen, die von der Deges betreut werden, sind am Ende realisiert worden.“ Doch vor der Verwirklichung, da hilft leider alles nichts, sollen jetzt erst einmal Untersuchungen angestellt werden, etwa zur Umweltverträglichkeit einzelner Varianten.

Dieser Hilferuf stand einst auf einem Plakat in Murg zu lesen, wo die Hochrhein-Autobahn inzwischen gebaut wurde.
Dieser Hilferuf stand einst auf einem Plakat in Murg zu lesen, wo die Hochrhein-Autobahn inzwischen gebaut wurde. | Bild: Rolf Haid

Zeitzeugen mögen sich darüber wundern und zu bedenken geben, dass solche Expertisen doch bereits schon früher erstellt worden seien. Aber immerhin waren neue Begriffe zu hören: Brandenburger sprach von „konfliktarmen Korridoren“, die noch ermittelt werden müssten.

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Im übrigen waren die Ausführungen ein gutes Beispiel dafür, wie sich bei dem beliebten Neujahrsempfang Information und Unterhaltung locker verbinden lassen. Das Versprechen des Deges-Chefs, die Umfahrung werde gewiss „irgendwann“ kommen, löste im Publikum deutlich vernehmbare Zwerchfell-Reizungen aus.

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