Amtsinhaber Tobias Gantert hat sein letztes Bürgergespräch vor der Bürgermeisterwahl in Ühlingen absolviert und sich den Fragen der rund 30 Besucher gestellt. Auch wenn er als einziger Kandidat zur Wahl stehe, hoffe er auf eine gute Wahlbeteiligung.

Sein letztes Bürgergespräch vor der Wahl hatte Tobias Gantert in Ühlingen im „Posthorn“.
Sein letztes Bürgergespräch vor der Wahl hatte Tobias Gantert in Ühlingen im „Posthorn“. | Bild: Ursula Ortlieb

Die coronabedingte Schließung der Schulen habe gezeigt, wie wichtig eine gute Breitbandversorgung sei. Auf die Grundschule Berau als Referenzschule des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg könne man stolz sein. Brendener Schüler profitierten davon wegen fehlender Breitbandversorgung laut Gantert aber bisher wenig. Schlecht versorgte Ortsteile und Weiler, darunter auch der Teilbereich „Im Holz“, seien im Förderprogramm aufgenommen, durch das es von Bund und Land bis zu 90 Prozent Zuschüsse gebe.

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Für den geplanten Neubau einer Tagespflegeeinrichtung in Ühlingen in der Witzhalder Straße müssen die Parkplätze der Feuerwehr geopfert werden. Abteilungskommandant Michael Gampp stellte fest, dass Ersatz gefunden werden müsse, da Feuerwehrleute bei Einsätzen sofort Parkplätze benötigten. Der Bürgermeister versprach, praktikable Lösungen zu suchen.

Bernhard Herrmann kritisierte den schlechten Zustand der Berghausstraße, die er 50 Jahre als Pendler benutzt habe: „Müssen wir weitere 50 Jahre warten, bis diese endlich saniert wird?“ Er bat darum, dass die Straße zumindest ausgebessert wird. Herrmann kritisierte außerdem: „Der Motorradlärm im Steinatal und Schlüchttal an Wochenenden ist Terror pur.“ Er schlug vor, der Initiative der Gemeinden zur Reduzierung des Motorradlärms beizutreten.

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Dies sei im Gemeinderat bereits diskutiert worden, so Bürgermeister Gantert. Auch die Unfallstatistik zeige, dass etwas unternommen werden sollte. Zur Berghausstraße sagte der Rathauschef, dass eine Sanierung keine Priorität habe, da es sich um eine Nebenstrecke handle; ab der Kreuzung Riedersteg sei außerdem die Stadt Waldshut-Tiengen zuständig. Auch Michaela Duttlinger macht sich als Mutter kleiner Kinder Sorgen wegen Rasern in der Hauptstraße: „Von 100 Autofahrern sind drei mit über 110 km/h durch das Dorf gerast.

Auf die Anregung von Cornelia Mülhaupt, das Chippen von Katzen zu fördern, will sich Tobias Gantert mit der Tierärztin Hoggenmüller in Verbindung setzen.

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Thomas Gänswein regte eine Bushaltestelle an der Hauptstraße beim Mehrgenerationenpark an. Gantert hält das nicht für nötig. Die neue Bushalte­station reiche seiner Meinung nach aus. Gänswein kritisierte, dass die Gemeinde nach und nach die Selbstverwaltung aufgebe und nun auch die Wasserversorgung aus der Hand gebe. Tobias Gantert sagte, dass die Abgabe der Betriebsleitung an die Stadtwerke Waldshut-Tiengen – anders als bisher – eine Betreuung der umfangreichen Anlagen rund um die Uhr sicherstelle. Die Flüchtlingsunterkunft sei als einziges Projekt wegen der Dringlichkeit an ein Generalunternehmen gegeben worden, so Gantert, ansonsten würden Bauprojekte weiterhin vom Rathaus bearbeitet.

Scharfe Kritik übte Egon Mülhaupt am schleppenden Baufortschritt beim Mehrgenerationenpark. „Wenn die elektrischen Leitungen verlegt sind, wird die Anlage in Kürze fertiggestellt“, versprach der Bürgermeister.

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