Endlich konnte nach zwei Jahren Corona-Pandemie in Berau wieder richtig Erntedank gefeiert werden. Nachdem am Samstag schon die Allgäuer Powerband Black Forest Gams – Die Party 500 Besucher zum Tanzen in die Festhalle lockte, ging es am Sonntagmorgen traditionell mit dem Erntedankgottesdienst weiter.

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Pater Hanisch begrüßte die Gottesdienstbesucher und zeigte sich erfreut über 14 Ministranten am Altar. Die Kindergartenkinder mit ihren Erzieherinnen eröffneten den Gottesdienst mit Liedern und Erntetanz. Begleitet von Andrea Rönnau an der Gitarre sangen sie Erntelieder. Der Männerchor Berau umrahmte den Gottesdienst ebenfalls musikalisch. Pater Hanisch ging in seiner Predigt auf die Gegensätze von Arm und Reich, auf Verschwendung und Hunger der Menschheit ein.

Vernichtung von Lebensmittel zerstören Leben und Umwelt. 30 Prozent der Lebensmittel würden bei uns vernichtet, 40 Prozent der gekauften Kleidung nie getragen und landen wie Plastik auf riesigen Müllhalden und im Meer. Dieses Verhalten schade der Umwelt. Die Schätze der Natur müssen bewahrt und erhalten werden. Er rief zu bewusstem Verbraucherverhalten und zur Dankbarkeit für die Erntegaben auf.

Mit Tracht: Festtagslaune herrschte auch bei den kleinen Besuchern.
Mit Tracht: Festtagslaune herrschte auch bei den kleinen Besuchern. | Bild: Ursula Ortlieb

Im Anschluss spielte der Musikverein Untermettingen zum Frühschoppenkonzert auf. Gutes Essen und Musik sorgten für beste Stimmung der Gäste. Gegen Mittag füllte sich die Halle immer mehr und auf dem Areal drumherum standen Hunderte, die das Getränke- und Essensangebot in Anspruch nahmen.

Kinder konnten sich auf Hüpfburgen austoben. Die festerprobte Trachtenkapelle Berau bewies einmal mehr ihr Können als Veranstalter dieser Großveranstaltung. Alles funktionierte wie am Schnürchen.

Mit viel Holz: Schon mit den Naturmaterialien dekoriert ist dieser Wagen.
Mit viel Holz: Schon mit den Naturmaterialien dekoriert ist dieser Wagen. | Bild: Ursula Ortlieb

Nach drei Böllerschüssen setzte sich ab 14 Uhr der große Festumzug mit rund 30 Gruppen und Wagen durch das Dorf zur Falkensteinhalle in Bewegung. Trotz schlechter Wetterprognosen schien sogar zeitweise die Sonne. Hunderte säumten die Straße, um den Umzug mit den Erntewagen zu sehen.

Mit Lächeln: Die Stimmung unter Teilnehmern und Besuchern war bestens.
Mit Lächeln: Die Stimmung unter Teilnehmern und Besuchern war bestens. | Bild: Ursula Ortlieb

Mitglieder der Feuerwehr sorgten für die Sicherheit der Festbesucher und ein Team der DRK-Schlüchttal hatte Bereitschaftsdienst für eventuelle Notfälle. 3,50 Euro bezahlten Erwachsene gerne für die Augenweide der kreativen Ideen und Umzugswagen.

Mit Kreativität: Rektor Michael Weeber führte den Auftritt der Grundschule Berau an.
Mit Kreativität: Rektor Michael Weeber führte den Auftritt der Grundschule Berau an. | Bild: Ursula Ortlieb

Unter anderem bereicherten der Kindergarten, die Grundschule, Trachtengruppe, der Verein Historisches Berau, die Vereinigung Alt Waldshut in Trachten, Familie Alex mit Eseln und Ziehwagen und viele weitere Fußgruppen den Umzug.

Mit Symbol: Dem Auerhahn war dieser Wagen beim Erntedankumzug gewidmet.
Mit Symbol: Dem Auerhahn war dieser Wagen beim Erntedankumzug gewidmet. | Bild: Ursula Ortlieb

Angesprochen auf die Regenwolken über dem Dorf, versicherten Alexander Weiß und Clemens Böhler: „Wir haben in Berau immer gutes Wetter beim Erntedankumzug. Auch wenn der Wetterbericht noch so schlecht ist, das ist ganz egal. Wenn Umzug ist, bleibt es trocken!“ Und so war es.

Erntedank in den Himmel.
Erntedank in den Himmel. | Bild: Ursula Ortlieb

Der Fest-Nachholbedarf nach den Corona-Beschränkungen war überall deutlich zu spüren. Nach dem Umzug gaben die Gastvereine Trachtenkapelle Nöggenschwiel, Musikverein Weilheim, Trachtenkapelle Brenden und der Musikverein Grießen in der Falkensteinhalle ein Festkonzert.

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