Ihr 75-jähriges Bestehen hat die Feuerwehr-Abteilung Ühlingen am Wochenende gefeiert. 75 Jahre sind Ausdruck von Beständigkeit, freiwillig und ehrenamtlich jederzeit zum Wohl der Bevölkerung zur Verfügung zu stehen. Ihre Einsatzbereitschaft und ihr Können musste die Ühlinger Wehr in zahlreichen Brandfällen und technischen Hilfeleistungen der vergangenen 75 Jahre unter Beweis stellen.

Mit einem eindrucksvollen Gedenken an den ehemaligen Gesamtkommandanten Karl Kraus, der zwei Tage vor dem Jubiläum auf dem Ühlinger Friedhof zu Grabe getragen wurde, begann das Jubiläum. Auch die zahlreichen Feuerwehrfahrzeuge trugen aus diesem Anlass Trauerflor.

Fahrzeugschau: Auf großes Interesse stießen auch die ausgestellten Feuerwehrfahrzeuge von Löschfahrzeugen bís zur Drehleiter.
Fahrzeugschau: Auf großes Interesse stießen auch die ausgestellten Feuerwehrfahrzeuge von Löschfahrzeugen bís zur Drehleiter. | Bild: Werner Steinhart

Abteilungskommandant Michael Gampp erinnerte an den feuerwehrtechnischen Fortschritt der vergangenen Jahrzehnte, aber auch daran, dass vor 75 Jahren eine Löschmannschaft zum Schutz der Bevölkerung Ühlingens aktiv war. Heute ist die Feuerwehr bestens ausgerüstet. Es gelte weiterhin, Menschen für die freiwillige ehrenamtliche Arbeit in der Feuerwehr zu begeistern, um Begonnenes weiterzuführen.

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Zahlreiche Gratulanten wünschten der Jubilarin auch weiterhin stete Einsatzbereitschaft. Bürgermeister Tobias Gantert erinnerte daran, dass es Pflicht der Gemeinde sei, eine Feuerwehr zu unterhalten. Er dankte den ehrenamtlich tätigen Feuerwehrmitgliedern für ihren Einsatz zum Schutz der Bürger sowie den Familien der Feuerwehrangehörigen und den Arbeitgebern.

Zahlreiche Glückwünsche gab es für Michael Gampp, Abteilungskommandant der Feuerwehr Ühlingen, von (von links) Gesamtkommandant Oliver ...
Zahlreiche Glückwünsche gab es für Michael Gampp, Abteilungskommandant der Feuerwehr Ühlingen, von (von links) Gesamtkommandant Oliver Kraus, Ortsvorsteher Klaus Müller, Ralf Rieple (Kreisfeuerwehrverband), dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Clemens Huber und Bürgermeister Tobias Gantert. | Bild: Werner Steinhart

Was sich in den vergangenen 75 Jahren nicht geändert hat ist die Tatsache, dass Menschen für Menschen im Einsatz sind, die Feuerwehr eine nicht wegzudenkende Institution ist, betonte Ortsvorsteher Klaus Müller. Die Feuerwehr Ühlingen hatte immer gute und genügend Personen, die bereit waren, sich ausbilden zu lassen und Verantwortung zu übernehmen.

„In 75 Jahren hat die Ühlinger Feuerwehr viel erlebt“, betonte Gesamtkommandant Oliver Kraus. „Die Abteilung Ühlingen ist eine tragende Säule in der Gesamtfeuerwehr Ühlingen-Birkndorf.“

Im Namen des Landkreises und des Kreisfeuerwehrverbandes gratulierte der stellvertretende Kreisbrandmeister Clemens Huber und dankte für die zahlreichen Einsätze und dass die Ühlinger Wehr jederzeit bereit war und ist, Mitmenschen in Not zu helfen. Musikalisch gratulierte die Trachtenkapelle Ühlingen und konnte gleichzeitig ihren neuen Dirigenten Mario Franke vorstellen.

Eine Fahrzeugschau begleitete das Jubiläum, Kinder durften eine Runde mit dem Feuerwehrfahrzeug fahren und bei einem Gauditurnier hatten Feuerwehrleute und Zuschauer ihr Vergnügen. Die Jugendfeuerwehr Ühlingen-Birkendorf hatte einen Parcours mit Geschicklichkeitsspielen zusammengestellt.

Keine leichte Aufgabe: Ohne die Seilöe des Spinnennetzes zu berühren, mussten die Wehrmänner aus Untermettingen durch das Netz.
Keine leichte Aufgabe: Ohne die Seilöe des Spinnennetzes zu berühren, mussten die Wehrmänner aus Untermettingen durch das Netz. | Bild: Werner Steinhart

So musste bei der Wasserkette Wasser auf ungewöhnliche Weise transportiert werden. Bei der Schraubenbox gings ums Finden der richtigen Muttern, außerdem mussten Wehrmänner durch ein Spinnennetz klettern. Beim Dachrinnenparcours gings wieder um den Wassertransport und aus dem Gedächtnis einen „Feuerwehrmann“ zu basteln oder Kleiderbügel zu werfen erforderte Geschick.

Fehlerfrei setzten die Berauer Feuerwehrleute das geforderte „Männchen“ aus dem Gedächtnis zusammen.
Fehlerfrei setzten die Berauer Feuerwehrleute das geforderte „Männchen“ aus dem Gedächtnis zusammen. | Bild: Werner Steinhart

Wenn auch der Spaß primär von Bedeutung war, freuten sich die Abteilungen auf ihre Platzierungen: Der erste Platz die Abteilung Birkendorf, danach folgten Obermettingen, Berau, Untermettingen, Remetschwiel2 und punktgleich Riedern-Hürrlingen und Remetschwiel1.

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