Die Heinrich-Ernst-Kromer-Gesellschaft Riedern am Wald hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Künstler Heinrich-Ernst Kromer bekannter zu machen und lebendig zu halten. In den HEK-Räumen im Kloster in Riedern am Wald befinden derzeit zusätzlich zur ständigen Ausstellung weitere Kunstwerke von Kromer. Diese Sonderausstellung kann bis Ende Oktober noch besucht werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Bei der Eröffnung der Ausstellung konnte der stellvertretende Vorsitzende der HEK-Gesellschaft, Albert Baumeister, besonders Irmgard Blatter-Kramhöller begrüßen, die ganzjährig durch die Ausstellung führt und Günter Hoffmann, der sich wie kein anderer mit dem Künstler beschäftigt hat. Günter Hoffmann gab mit der Vorstellung von seinen zwei Büchern einen sehr informativen Einstieg in das Leben und Wirken von Kromer und in die Ausstellung.

Günter Hoffmann hat in einem sehr ausführlich Teil I „Leben und Werk“ über Kromer geschrieben und in mühevoller Kleinarbeit in einem Teil II ein „Werkverzeichnis“ erstellt. Günter Hoffmann ist es gelungen 1315 Werke zu erfassen. Er durfte, außer circa 40 Bilder, alle Werke persönlich begutachten und hat sie den verschiedenen Themen zugeordnet. „Eine echte Herkules-Arbeit liegt hinter ihm, und er hat sie mit Bravour bewältigt.“ So Jürgen Glocker in der Einleitung von „Leben und Werk“ über Günter Hoffmann.

Das könnte Sie auch interessieren

In seinen Ausführungen hat Günter Hoffmann den Maler und Heimatdichter aus vielen Blickwinkeln geschildert. Das künstlerische Werk von Heinrich Ernst Kromer ist sehr umfangreich und konstant. In seinen Gemälden bringt er nicht nur das Sichtbare, sondern auch das, was sich dahinter verbarg, zum Ausdruck. „Seine Werke komponierte er einfach, menschlich“, so Hoffmann.

Der Künstler hatte ein eher angespanntes Verhältnis zu Frauen. Zwei Frauen haben in seinem Leben eine große Rolle gespielt. Anna Ebner aus Berau, die ihn fürsorglich unterstützt hat und seine Jugendliebe Gritta S., über die nichts weiter in Erfahrung gebracht werden konnte, sie wurde von ihm jedoch mehrfach portraitiert.

Kromer hat zur Erinnerung an seine Mutter aus dem Gedächtnis eine Totenmaske von ihr aus Ton geschaffen.
Kromer hat zur Erinnerung an seine Mutter aus dem Gedächtnis eine Totenmaske von ihr aus Ton geschaffen. | Bild: Elisabeth Baumeister

Zwei sehr bedeutungsvolle Werke befinden sich in der neuen Ausstellung. Es ist die Totenmaske seiner Mutter, die im Jahr 1880 verstarb und die er im Jahr 1901 aus dem Gedächtnis, zur Erinnerung an sie aus Ton geschaffen hat. Und es ist der Gedichtband „Schauen und Bauen“, Kromers Erstlingswerk, das im Jahre 1893 erschienen ist. Die Bücher sind erhältlich bei Günter Hoffmann Telefon 07741/68 43 32 bei der Heinrich-Ernst-Kromer Gesellschaft und in der Ausstellung. Führungen können bei Irmgard Blatter-Kramhöller angemeldet werden unter der Telefonnummer 07743/14 34.

Öffnungszeiten der Sonderausstellung: Sonntags, 24. und 31. Oktober, von 14 bis 16.30 Uhr.