Innerhalb weniger Monate ist die Ufermauer an der Steina im Bereich der Brückenstraße in Untermettingen immer baufälliger geworden. Das Wasser hatte die Steine unterspült, Steine sind von oben nachgerutscht oder ausgebrochen. Die Fußgängerbrücke über die Steina in diesem Bereich war laut Aussage des Ortsbaumeister Rainer Fechtig nicht gefährdet.

Die Uferbefestigung bricht ein. Ein Bild vor den Baumaßnahmen.
Die Uferbefestigung bricht ein. Ein Bild vor den Baumaßnahmen. | Bild: Bauamt Ühlingen-Birkendorf

So war es dringend geboten, die Uferbefestigung auf eine Länge von rund 20 Metern flussläufig rechts und zehn Meter links zu erneuern. Rund die Hälfte liegt auf Gebiet der Gemeinde, die andere Hälfte geht zu Lasten von Privatanliegern.

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Die Bauarbeiten in der Steina werden begünstigt durch den derzeit extrem niedrigen Wasserstand des Flusses. Solche Arbeiten in einem ökologisch sensiblen Bereich können nur Spezialfirmen übernehmen. Die Gemeinde hat die Firma Kimmig aus Furtwangen, die für solche Arbeiten spezialisiert ist, mit den Arbeiten beauftragt.

Die Beauftragung einer Spezialfirma war auch die Bedingung des Amts für Umwelt im Landratsamt. Des weiteren muss die ausführende Firma auch über Spezialbaumaschinen verfügen, wobei gewährleistet werden muss, dass diese Maschinen keinen Ölverlust haben dürfen.

Die ausführenden Arbeiter sind mit dem Verhalten an Gewässern vertraut. Im weiteren Verlauf der Steina befindet sich auch eine Fischzucht, der Fischzüchter wurde über die Maßnahme informiert. Somit stand den Arbeiten wasserrechtlich nichts mehr im Wege.

Immer ein Hingucker ist der Schmuck an der Fußgängerbrücke über die Steina, der von den Landfrauen gepflegt wird. Links unten die neue ...
Immer ein Hingucker ist der Schmuck an der Fußgängerbrücke über die Steina, der von den Landfrauen gepflegt wird. Links unten die neue Uferbestigung. | Bild: Werner Steinhart

„Das Amt für Umwelt hat sehr zeitnah das Anliegen der Gemeinde bearbeitet und so konnten wir bald mit den Arbeiten beginnen“, betont Ortsbaumeister Rainer Fechtig. Für die Arbeiten hat das Umweltamt zwei Wochen genehmigt. Bei den Arbeiten soll möglichst wenig Verunreinigung entstehen.

Für die neue Uferbefestigung werden mächtige Steinblöcke aus dem Steinbruch bei Detzeln verwendet, die teilweise bis zu eine Tonne schwer sind. Der Aufbau der Mauer entspricht dem einer Trockenmauer. Die Verarbeitung von Beton ist nicht erlaubt. Für die Gemeinde entstehen Kosten in Höhe von 15.000 Euro.

Bis zu einer Tonne schwere Steinbrocken aus dem Steinbruch bei Detzeln werden für die neue Uferbefestigung verwendet.
Bis zu einer Tonne schwere Steinbrocken aus dem Steinbruch bei Detzeln werden für die neue Uferbefestigung verwendet. | Bild: Werner Steinhart
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