„Es besteht die Notwendigkeit einer Weiterentwicklung der Kindergartenlandschaft in Stühlingen, damit wir von den Anforderungen und dem Bedarf der Eltern für die Betreuung ihrer Kinder nicht überrollt werden“, sagte Hauptamtsleiter Andreas Mosmann im Gemeinderat, als es um die Bedarfsplanung ging. Im Herbst soll das neue Konzept für die Betreuungseinrichtungen für Kinder vorgestellt werden.

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Andreas Mosmann legte detailliert den aktuellen Bedarfsplan für die Kindergärten vor; die Kitas für Kleinkinder wurden bei dieser Betrachtung nicht berücksichtigt. Bei den Kindergärten gebe es große Unterschiede zwischen Soll- und Ist-Werten, Letztere fallen zum Teil deutlich geringer aus. „Wenn die Gebührenfreiheit für Kindergärten kommt, wird sich vieles anders darstellen. Dann wird die Nachfrage deutlich steigen“, vermutet Bürgermeister Joachim Burger.

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  • Träger der Einrichtungen: Für die Kindergärten in der Gemeinde gibt es derzeit vier Träger. Städtische Einrichtungen sind Bettmaringen, Eberfingen, Schwaningen und Weizen. Die Kindertagessstätte „Kinderland Hohenlupfen“ ist in der Trägerschaft der Caritas Hochrhein. Von der katholischen Verrechnungsstelle wird der Kindergarten „St. Bernadette“ in Lausheim betreut. Der Verein Jung und Alt Mauchen kümmert sich um die Kleinkindbetreuung, bietet eine Krabbelgruppe, eine betreute Spielgruppe und unterhält ein Spielwäldchen.
  • Betreuungsformen: In den städtischen Einrichtungen gibt es fünf Gruppen mit 82 Kindern, die von 19 Erzieherinnen betreut werden. Im Ü3-Bereich sind in diesen vier Kindergärten derzeit noch 50 Plätze frei. Im katholischen Kindergarten Lausheim „gibt es viele Kinder mit Migrationshintergrund“, berichtet Mosmann. Daher sei es ein Glücksfall, dass unter den drei Integrations- und Sprachförderkräften eine syrische Grundschullehrerin ist. In der Regelgruppe sind von den 26 Plätzen 18 besetzt. Die beschlossene Änderung mit verlängerter Öffnungszeit wurde aufgrund interner Umsetzungsschwierigkeiten nicht umgesetzt, erklärte der Hauptamtsleiter.
  • Entwicklung der Einrichtungen: Andreas Mosmann stellt insgesamt einen gestiegenen Integrationsbedarf fest, der einhergeht mit einer Steigerung des Personalbedarfs. In Lausheim sind derzeit acht Plätze frei, in Bettmaringen elf, in Eberfingen sieben, in Schwaningen 14 und in Weizen sind es acht freie Plätze.
Das gesunde Frühstück wurde in den Kindergärten Weizen und Schwaningen im März dieses Jahres eingeführt. Dafür gab es beim Wettbewerb „Fit in die Zukunft“ von der AOK Hochrhein-Bodensee und dem Landkreis Waldshut ein Preisgeld von 750 Euro.
Das gesunde Frühstück wurde in den Kindergärten Weizen und Schwaningen im März dieses Jahres eingeführt. Dafür gab es beim Wettbewerb „Fit in die Zukunft“ von der AOK Hochrhein-Bodensee und dem Landkreis Waldshut ein Preisgeld von 750 Euro. | Bild: Bild: Kindergarten Weizen/Schwaningen
  • Kostenausgleich mit Kommunen: Der sogenannte „interkommunale Kostenausgleich, bei dem die Stadt Geld an andere Kommunen bezahlen muss, weil dort Kinder aus dem Kernort oder Ortsteilen betreut werden, verursachte 2018 Mehrausgaben in Höhe von 29 764 Euro. Allein für die 17 Kinder aus Mauchen, die den Kindergarten in Eggingen besuchen, waren im vergangenen Jahr 30 583 Euro zu zahlen. Vier Kinder besuchen Einrichtungen in Bonndorf, das sind noch einmal 3681 Euro. Jeweils ein Kind ging 2018 in Kindergärten in Lauchringen, Schluchsee, Freiburg, Ühlingen-Birkendorf und Jestetten. Im Gegenzug erhält die Stadt einen finanziellen Ausgleich (6458 Euro) für Kinder aus anderen Gemeinden, die Kindergärten in Stühlingen oder einem Ortsteil nutzen.

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