Entstehen soll der Solarpark von der Altus AG geplante Solarpark auf einem Gelände westlich der beiden bereits bestehenden Anlagen. Dieses Grundstück gehört laut Sitzungsunterlagen der Familie des Vorstandsvorsitzenden der Altus AG, Michael Winter. Vor dem Hintergrund des Klimawandels bewertete die Mehrheit der Räte das Vorhaben positiv und stimmte zu. „Ohne Solarparks kriegen wir den Klimawandel nicht hin“, meinte Rat Hans-Jürgen Bäumle (CDU).

„Wir sollten als Gemeinde offen sein für Anliegen dieser Art und Weise“, erinnerte Rat Klaus Bossert (Grüne) an die im Leitbild der Gemeinde Murg festgeschriebenen ökologischen Ziele. Ratskollege Frank Gaßmann (FW) wiederum meinte in der Sitzung zum Standort: „Dort ist schon eine Trafostation. Das ist sinnvoll.“

Auch Klimaschutzmanager Frank Philipps betonte die Bedeutung des Vorhabens: „Wir müssen die erneuerbaren Energien vorantreiben, denn der Atomausstieg steht bevor.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kritische Stimmen im Gremium befürworteten zwar grundsätzlich die Solarenergie, nicht aber den Standort Hänner für einen Solarpark. „Zum Beispiel an einer Autobahn, ja, aber nicht mitten in einer Kulturlandschaft“, so Rätin Ursula Rünzi (FW). Auch Ratskollege Stefan Ganter sähe Photovoltaik lieber anderswo: „Solaranlagen ist super, aber auf einer Ackerfläche, ist das wirklich ökologisch?“

Voraussetzung für den Solarpark in Hänner ist eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans. Der Gemeinderat vergab die jeweiligen Aufträge an die Firma Fsp und an das Büro Faktorgrün. Die Kosten von 46.000 Euro für das baurechtliche Verfahren übernimmt die Altus AG. Die Ortschaftsräte werden zu dem Vorhaben gehört werden.

Das könnte Sie auch interessieren