30 Sekunden Laufenburg – das ist der Clou an der Kulturnacht, die 2020 coronabedingt ins Virtuelle verlegt wird. Inzwischen ist die Online-Plattform aufgeschaltet, auf der die Wettbewerbsbeiträge, eben höchstens halbminütige Videoclips mit Bezug zur Stadt, hochgeladen werden können.

Die Plattform ist in die Website der Veranstalter integriert. Jetzt hoffen Roland Kaufmann und seine Mitstreiter vom OK darauf, dass die Leitungen vor lauter Uploads glühen. Bis zum 31. August können die Clips hochgeladen werden. Dem OK stehen also acht spannende Wochen bevor. Ist die Frist verstrichen, bleibt noch eine Woche Zeit zur Auswertung.

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Am 5. September, dem Tag, an dem die eigentliche und herkömmliche Kulturnacht hätte stattfinden sollen, werden die Videos prämiert. Jeder Teilnehmer darf bis zu 30 Clips hochladen. Wer das Rennen unter den Einsendungen macht, ist eine Fifty-fifty-Entscheidung.

Die Gesamtnote speist sich zur Hälfte aus den Rückmeldungen der Betrachter, die auf der Website die Beiträge bewerten können. Die zweiten 50 Prozent hängen vom Votum einer dreiköpfigen Jury ab. Deren Zusammensetzung steht inzwischen auch: Thomas Hofmann vom Etzger Medienunternehmen Yee Sounds good sowie Ursula Jutzi und Roland Köpfer vom Kulturnacht-OK.

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„Die Originalität steht klar im Vordergrund, nicht die Perfektion“, sagt Kaufmann. Jeder könne mitmachen, auch ohne Profi-Ausrüstung. Gute Chancen auf Preise hätten Bilder, die nicht nur bewegt seien, sondern die bewegen. Bei der 2020er-Auflage der Laufenburger Kulturnacht zählt allein die Kunstform Video. Angesprochen ist vor allem ein jugendliches Publikum.

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Doch bei den Preisen für die drei prämierten Clips werden die klassischen bildenden Künste mit einbezogen. Als Preise winken Arbeiten von Laufenburger Künstlern. Kaufmann: „So können wir sie, die ja früher bei den Kulturnächten im Vordergrund standen, mit ins Boot holen.“ Drei Preise werden vergeben, wobei sie nicht klassifiziert sind.

16 Jahre gibt es die Kulturnacht inzwischen schon. Ins Leben gerufen, auch um die Altstädte der beiden Laufenburg zu beleben, um Einblicke in Ateliers und Werkstätten zu gewähren, geht das OK jetzt neue Wege. So muss man auf echte Begegnungen in einer idealerweise lauen Spätsommernacht verzichten. Dafür ist man aber auch wetterunabhängig. Und die Preisverleihung soll dann Kaufmann zufolge auch wieder leibhaftig vonstattengehen – unter Einhaltung der Corona-Auflagen versteht sich.