Rund 400 Personen über 80 Jahre konnten am Donnerstag in der Möslehalle Luttingen eine Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Zum Sonderimpftermin von 10 bis 16 Uhr waren Impfberechtigte aus den Gemeinden Laufenburg, Albbruck und Murg eingeladen worden. „Mit diesem Sondertermin haben wir in Laufenburg und Albbruck nun allen Menschen über 80 Jahre ein Angebot machen können“, freute sich Laufenburgs Bürgermeister Ulrich Krieger.

Das Team im Hintergrund: Julius Wissemann (links) und Franca Zimmermann bereiten die Impfung vor. Sie ziehen den Impfstoff auf Spritzen und sind für die korrekte Dosierung zuständig. Kai Zimmermann vom DRK unterstützt und stellt das Material bereit.
Das Team im Hintergrund: Julius Wissemann (links) und Franca Zimmermann bereiten die Impfung vor. Sie ziehen den Impfstoff auf Spritzen und sind für die korrekte Dosierung zuständig. Kai Zimmermann vom DRK unterstützt und stellt das Material bereit. | Bild: Peter Koch

Lediglich in Murg gebe es noch um die 30 Personen dieser Altersgruppe, die noch nicht berücksichtig werden konnten. Diese befänden sich aber auf einer Warteliste und würden bei Ausfällen während des Tages benachrichtigt.

Zu Beginn staute es sich vor der Möslehalle in Luttingen. Nach 12 Uhr wurde es entspannter, nachdem die Organisation griff und der Ablauf straff und strukturiert durchgeführt werden konnte. Rund 400 Personen aus Laufenburg, Albbruck und Murg erhielten ihre Erstimpfung gegen das Corona-Virus.
Zu Beginn staute es sich vor der Möslehalle in Luttingen. Nach 12 Uhr wurde es entspannter, nachdem die Organisation griff und der Ablauf straff und strukturiert durchgeführt werden konnte. Rund 400 Personen aus Laufenburg, Albbruck und Murg erhielten ihre Erstimpfung gegen das Corona-Virus. | Bild: Peter Koch

Die Impfung in der Möslehalle wurde durch die Gemeinden organisiert und fand mit einer Sonderzuteilung des Impfstoffs der Firma Moderna statt. Mit Beendigung dieser Aktion seien im Landkreis dann rund 7000 Personen erstgeimpft, erklärte Landrat Martin Kistler, der sich vor Ort ein Bild machte und die gute Organisation lobte. Somit sind im Landkreis rund 62 Prozent dieser Altersgruppe mindestens mit der ersten Dosis geimpft.

Rudolf Eckert aus Albbruck, 80 Jahre alt, ist froh endlich geimpft zu sein. „Ich habe viel Kontakte über mein Engagement bei der Nachbarschaftshilfe. Mir ist es wichtig – auch wenn ich selber keine große Angst vor dem Virus hatte -, dass ich keine Gefahr für meine Mitmenschen bin. Sicherlich muss ich noch die zweite Impfung erhalten, damit da eine höhere Sicherheit vorhanden ist.“
Rudolf Eckert aus Albbruck, 80 Jahre alt, ist froh endlich geimpft zu sein. „Ich habe viel Kontakte über mein Engagement bei der Nachbarschaftshilfe. Mir ist es wichtig – auch wenn ich selber keine große Angst vor dem Virus hatte -, dass ich keine Gefahr für meine Mitmenschen bin. Sicherlich muss ich noch die zweite Impfung erhalten, damit da eine höhere Sicherheit vorhanden ist.“ | Bild: Peter Koch

Alle zehn Minuten waren 15 Impfberechtigte geladen worden. Diese wurden nach Fiebermessung am Eingang zur Anmeldung geleitet. Dort übernahmen Medizinstudenten die Kontrolle der Unterlagen. Pandemiebeauftragter Olaf Boettcher und seine fünf Ärztekollegen führten dann die eigentliche Impfung durch. Nach einer Beobachtungszeit von 15 Minuten konnten die Impflinge dann die Heimreise antreten. Überwiegend glückliche Menschen verließen die Möslehalle.

Der 81-jährige Alfred Hügle bekommt von Christian Bohl seine Dose Moderna-Vakzin gepritzt. 114 mal hatte Hügle seit Januar versucht über die Hotline an einen Termin zu kommen. Vergeblich. In der Regel kam er mit seinen Anrufen nicht durch. Wenn doch, dann sei ihm mitgeteilt worden, dass leider alle Termine vergeben wären. Nun sagt er: „Ich bin happy und das Angebot ist tip-top.“
Der 81-jährige Alfred Hügle bekommt von Christian Bohl seine Dose Moderna-Vakzin gepritzt. 114 mal hatte Hügle seit Januar versucht über die Hotline an einen Termin zu kommen. Vergeblich. In der Regel kam er mit seinen Anrufen nicht durch. Wenn doch, dann sei ihm mitgeteilt worden, dass leider alle Termine vergeben wären. Nun sagt er: „Ich bin happy und das Angebot ist tip-top.“ | Bild: Peter Koch

Viele berichteten von einem zermürbenden Telefonmarathon beim Versuch eine Termin über die Impfhotline zu ergattern. Es sei großartig, dass diese Aktion durchgeführt werde. Die Gemeinden hatten im Vorfeld alle Impfberechtigten ihres Zuständigkeitsbereiches persönlich angeschrieben. Diese mussten dann Rückmeldung geben, ob sie das Angebot annehmen wollten.

Enttäuscht und auch etwas aufgebracht, war Engelbert Schupp aus Unteralpfen. Er hatte sich extra frei genommen nur um dann beim Termin zu erfahren, dass seine 84-jährige Mutter Getrud Schupp nicht geimpft werden dürfe, da sie vor sechs Wochen eine Corona-Infektion durchgemacht hatte. „Das hätte man vorher mitteilen müssen“, so Schupp. Gertrud Schupp ist sich nicht sicher, ob sie überhaupt noch eine Impfung erhalten soll. „Die Infektion habe ich recht gut überstanden“, berichtete sie.
Enttäuscht und auch etwas aufgebracht, war Engelbert Schupp aus Unteralpfen. Er hatte sich extra frei genommen nur um dann beim Termin zu erfahren, dass seine 84-jährige Mutter Getrud Schupp nicht geimpft werden dürfe, da sie vor sechs Wochen eine Corona-Infektion durchgemacht hatte. „Das hätte man vorher mitteilen müssen“, so Schupp. Gertrud Schupp ist sich nicht sicher, ob sie überhaupt noch eine Impfung erhalten soll. „Die Infektion habe ich recht gut überstanden“, berichtete sie. | Bild: Peter Koch

Die drei Bürgermeister der teilnehmenden Gemeinden, Adrian Schmidle für Murg, Ulrich Krieger für Laufenburg und Stefan Kaiser für Albbruck, befanden sich als Ansprechpartner vor Ort.

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„Es tut vielen gut, vertraute Gesichter zu sehen“, wusste Stefan Kaiser zu berichten. Seine Aufgabe sehe er auch darin, seelisch und moralischen Beistand zu leisten, wie er sagte. Es gebe immer was zu organisieren oder auch für die Zukunft zu lernen, über Ablauf und Organisation, ergänzte sein Kollege Ulrich Krieger, der genau wie Adrian Schmidle der Überzeugung war, dass es wichtig sei, Flagge zu zeigen und für die Bürger und Mitarbeiter der Gemeinde ansprechbar zu sein.

Lydia Knab aus Albbruck ist 92 Jahre alt. Sie konnte mit Hilfe der Nachbarschaftshilfe zu ihrem Impftermin gelangen. „Ich habe mir bisher keine großen Sorgen gemacht, aber es ich bin froh, dass es mit meiner Impfung nun soweit war. Es ist toll dass die Gemeinde mich persönlich eingeladen hat.“ Sie habe keine Vorbehalte gegen die Impfung gehabt, räumt sie ein.
Lydia Knab aus Albbruck ist 92 Jahre alt. Sie konnte mit Hilfe der Nachbarschaftshilfe zu ihrem Impftermin gelangen. „Ich habe mir bisher keine großen Sorgen gemacht, aber es ich bin froh, dass es mit meiner Impfung nun soweit war. Es ist toll dass die Gemeinde mich persönlich eingeladen hat.“ Sie habe keine Vorbehalte gegen die Impfung gehabt, räumt sie ein. | Bild: Peter Koch

Landrat Martin Kistler ergänzte, dass nun eine Auswertung der noch vorhandenen Impfberechtigten vorgenommen werden müsse, damit die Impfung dieser Altersgruppe schnellstmöglich abgeschlossen werden könne. Dann könne man auch über eine zweite Runde dieser Sonderimpftermine nachdenken, die dann die nächste Altersgruppe betreffen würden.

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