Herbert Schnäbele

Welche vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten das neu zu überbauende Lauffenmühle-Areal bietet, zeigte sich kürzlich in der Gründung des Vereins Gemeinsames Wohnen & Leben Lauffenmühle. Eine Gruppe von neun zukunftsorientierten Personen machte sich bereits vergangenes Jahr Gedanken über ein neues Konzept für ein gemeinschaftsorientiertes, nachhaltiges und generationenverbindendes Wohnprojekt auf dem ehemaligen Lauffenmühle-Areal.

Die Akteure arbeiteten sich seit Oktober 2021 in Aktionsgruppen in unterschiedliche Themen des Gemeinschaftswohnprojektes ein. Das besondere dabei ist, dass Wohnen nicht als abgeschlossenes Thema angesehen wird, sondern bewusst mögliche Synergien mit anderen Beteiligten auf dem Areal (Arbeit, Kinderbetreuung, Einkaufsgemeinschaft, gemeinsame Nutzung bestimmter Einrichtungen) mit in die Überlegungen einbezogen wurden.

Anregungen bei Projekten in der Umgebung

Ergänzend dazu wurden derartige Wohnformen in Tiengen, Winterthur/Schweiz und Schenkon/Schweiz besichtigt, um weitere Anregungen zu erhalten. Nach und nach wurde ein Grobkonzept entwickelt, das zunächst Bürgermeister Thomas Schäuble vorgestellt wurde, der sich sogleich für die Idee sehr begeisterte.

Im weiteren Verlauf kamen die Akteure zu der Auffassung, dass es für eine kontinuierliche Fortführung der Idee über die Verwirklichung zukunftsorientierter Wohnformen notwendig ist, einen gemeinnützigen Verein zu gründen. Die Vorbereitung für die Vereinsgründung dauerten dann bis in den Oktober hinein und wurden im wesentlichen durch Thomas Eichkorn und Anja Isele übernommen. Dazu gehörte vor allem der Entwurf einer Satzung, die wegen der Gemeinnützigkeit des Vereins nicht nur vom Vereinsgericht (Amtsgericht), sondern auch vom Finanzamt abgesegnet sein muss.

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Bei der Gründungsversammlung war dann auch die Besprechung der Vereinssatzung der umfangreichste und schwierigste Tagesordnungspunkt. Einer der Kernsätze aus der Satzung lautet: „Der Zweck des Vereins ist die Initiierung und Förderung von gemeinschaftsorientierten Wohnprojekten, welche die Förderung der Jugend- und Altenhilfe und Förderung der Behindertenhilfe beinhalten.“

Neben der Verabschiedung der Satzung wurde unter der Regie von Bürgermeister Thomas Schäuble ein Vorstandsteam gewählt.

„Die Idee ist kommunal total reizvoll, weil wir für die Zukunft neue Verbindlichkeiten schaffen müssen. Deshalb findet diese Idee meine volle Unterstützung. Sie hat bei der Bebauungsplanung für das Lauffenmühle-Areal im Rahmen des städtebaulichen Wettbewerbs auch bereits Berücksichtigung gefunden“, machte Bürgermeister Thomas Schäuble deutlich.

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