Rund 5000 Unterschriften haben die drei Initiatorinnen des Lauchringer Kirchenstreiks, Ulrika Schirmaier, Karin Höhl und Gertrud Bernauer-Eckert, seit Beginn ihrer Initiative im Mai dieses Jahres gesammelt.

Mit ihrer Petition fordern die Lauchringerinnen die Gleichstellung von Männern und Frauen in der katholischen Kirche. Den Unterzeichnern der Petition hatten die drei Frauen versprochen, die Unterschriften persönlich dem Freiburger Erzbischof Stephan Burger zu überreichen.

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Mehrmals hatten die Frauen, die sich in den Gemeindeteams von Ober- und Unterlauchringen engagieren, ihren Bischof in Freiburg angeschrieben und um ein Treffen gebeten. Nachdem sie jedes Mal einen Korb bekamen – Burger nannte Terminschwierigkeiten als Grund – nahmen Schirmaier, Höhl und Bernauer-Eckert die Sache kurzerhand selbst in die Hand und reisten am Montag nach Fulda in Hessen, wo bis einschließlich Donnerstag die Deutsche Bischofskonferenz tagt.

Ihr Ziel: Einem der 66 Bischöfe, die an der Versammlung teilnehmen, den Aktenordner mit den Unterschriften in die Hand zu drücken.

Es war dann nicht irgendein Bischof, dem Ulrika Schirmaier die Unterschriften übergab, sondern Kardinal Reinhard Marx persönlich, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. „Das war Beistand von oben“, sagt Schirmaier nach ihrer Rückkehr aus Fulda gegenüber dem SÜDKURIER.

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Mit purpurnen Kreuzen demonstrierten Frauen aus ganz Deutschland vor dem Fuldaer Dom, um mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche fordern. Der geplante Reformprozess innerhalb der katholischen Kirche ist das überragende Thema der Herbstvollversammlung der deutschen Bischöfe.

In einem Fernsehbericht des ZDF, in dem auch die drei Initiatorinnen des Lauchringer Kirchenstreiks kurz mit ihren Plakaten zu sehen waren, sagte Kardinal Marx vor den Kameras: „Wir sprechen über alle Themen. Kein Thema wird ausgeklammert.“

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