Die Schlümpfe vom Hochrhein sind wieder da und wollen es noch einmal wissen. Der letzte Rekordversuch für das weltgrößte Schlumpftreffen war 2016 in Tiengen gescheitert. Nun sollen mindestens 2511 Schlümpfe, Schlumpfinen und Papa-Schlümpfe den Rekord Mitte Februar endgültig nach Lauchringen holen. „Wir wollten das nicht auf uns ruhen lassen“, sagt Initiator Michael Bernatek, der das blaue Wunder gemeinsam mit drei Gleichgesinnten aus dem „Dä Traditionsverein“ organisiert.

2510 Schlümpfe werden am 16. Februar benötigt, um den Weltrekord nach Lauchringen holen. Vielleicht sind dieser Papa-Schlumpf und dieser kleine Schlumpf von 2016 wieder dabei? Bild: Herbert Schnäbele
2510 Schlümpfe werden am 16. Februar benötigt, um den Weltrekord nach Lauchringen holen. Vielleicht sind dieser Papa-Schlumpf und dieser kleine Schlumpf von 2016 wieder dabei? Bild: Herbert Schnäbele

Die Lauchringer wollen ihren Heimvorteil ausspielen, denn „wir zählen darauf, dass das Dorf uns unterstützt – aber wir freuen uns über jeden Schlumpf aus der Region“, sagt Bernatek. Ein großer Teil der Gemeinde hat bereits seine Unterstützung signalisiert, allen voran, der Lauchringer Ober-Schlumpf und Bürgermeister Thomas Schäuble. In Eigenregie hat er neben Freunden und Familienmitgliedern auch Schulen, Kindergärten und das Rathauspersonal motivieren können. Aber nicht nur das: „Selbstverständlich gehe ich selbst auch als Schlumpf, als Papa-Schlumpf“, versichert das Gemeindeoberhaupt.

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Der Zeitpunkt für den Rekordversuch, Samstag, 16. Februar, wurde mit Bedacht gewählt. Er findet im Rahmen des 60. Geburtstags des Narrenvereins Schwanenmühle – natürlich zum Motto Schlümpfe – statt. Einen Tag später, am 17. Februar, findet das Kleggaunarrentreffen in Lauchringen statt, um das Jubiläum und hoffentlich auch Lauchringen als das neue weltgrößte Schlumpfhausen närrisch zu feiern. Und dass Schlümpfe ebenso wie Narren gute Wesen sind, zeigt sich auch dieses Mal wieder im Umgang mit ihren Mitmenschen: Sämtliche Einnahmen aus dem Rekordversuch – ob erfolgreich oder nicht – gehen an einen guten Zweck. 2016 waren so mehr als 8000 Euro für die Wutachschule für Körperbehinderte zusammengekommen.

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Derzeit rühren Bernatek und seine Mitstreiter noch fleißig die Werbetrommel über die sozialen Medien. Schon jetzt ist die Resonanz riesig. Ob es am Ende aber reicht, ist ungewiss. Im walisischen Swansea wurde der bestehende Rekord von Studenten in einer Diskothek und mit gestellten Kostümen aufgestellt. In Lauchringen hängt vieles von der Laune des Winterwetters ab. Bei Regenprognose wird ein Festzelt aufgestellt, so Bernatek. „Aber auch wenn es nicht klappt hoffen wir auf eine tolle Party, genau wie beim letzten Mal“, ergänzt er.

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Entstanden ist die Idee übrigens ebenfalls während der Fasnacht. Bernatek und seine Freunde vom „Dä Traditionsverein“ – einer nicht eingetragenen Gemeinschaft von Jugendfreunden – waren als Schlumpfgruppe zur Hoorigen Mess' nach Tiengen gekommen. Was aus der vermeintlichen Schnappsidee wurde, dass einmal alle im gleichen Kostüm zur Fasnacht kämen, kann man dieses Jahr in Lauchringen erleben.