Ein totes Kalb und drei tote Rinder sind im Kleinen Wiesental und in Bernau aufgefunden worden. In beiden Fällen untersucht die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) nun, ob es sich dabei um Risse durch einen Wolf handelt, informiert das Umweltministerium am Mittwoch in einer Mitteilung. In Bernau wurde bereits am Donnerstag, 11. August, ein totes Rind gefunden – auch dieser Vorfall wird derzeit untersucht.

Das könnte Sie auch interessieren

Ebenfalls am Mittwoch gab das Umweltministerium bekannt, dass die Verletzungen bei einem Kalb in Ibach am 30. Juli von einem Wolf verursacht wurden.

Die beiden aktuellen Fälle

Das tote Kalb ist am 15. August in der Gemeinde Kleines Wiesental (Kreis Lörrach) entdeckt worden. Ein Mitarbeiter der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt hat die genetischen Proben an das Senckenberg-Institut für Wildtiergenetik geschickt.

Einen Tag später, am 16. August, wurden in der Gemeinde Bernau (Landkreis Waldshut) drei tote Rinder aufgefunden. Ein Mitarbeiter der FVA untersuchte die tot aufgefundenen Rinder und schickte die entnommenen Proben ebenfalls an das Senckenberg-Institut. Zudem wurden die toten Tiere an das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Freiburg für weitere Untersuchungen überstellt.

„In beiden Fällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein Wolf das Kalb und die Rinder angegriffen hat“, heißt es in der Mitteilung des Umweltministeriums.

Die Gemeinde Kleines Wiesental und die Gemeinde Bernau liegen im Fördergebiet Wolfsprävention im Schwarzwald, wo derzeit drei Wolfsrüden dauerhaft leben.

Eventuelle Beobachtungen mit Verdacht auf Wolf sollten umgehend der FVA in Freiburg gemeldet werden – per E-Mail (info@wildtiermonitoring.de) oder Telefon 0761/401 82 74.

Das verletzte Kalb im Juli

Ein Wolfsangriff nachgewiesen wurde anhand der Proben, die am 30. Juli von einem verletzten Kalb in Ibach genommen wurden. Wie das Umweltministerium informiert, stammen die Verletzungen von dem sesshaften Wolf GW1129m. Dies haben die genetischen Untersuchungen des Senckenberg-Instituts nachgewiesen.

Das zweieinhalb Monate alte Kalb wurde damals an einer Keule leicht verletzt.

Der GW1129m wurde erstmals 2019 in Grafenhausen nachgewiesen. Das Tier ist laut Untersuchungen auch für den Angriff auf ein Kalb am 23. April 2022 in der Gemeinde Dachsberg verantwortlich.

Das könnte Sie auch interessieren
Das könnte Sie auch interessieren