Anfang April 2020 wurde am Bruggerberg die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Wie Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft Aargau erst Ende Februar 2021 mitteilten, gingen die Ermittler inzwischen von einem Tötungsdelikt aus und baten die Bevölkerung um Unterstützung.

Nun informiert die Oberstaatsanwaltschaft Aargau, dass die Kantonspolizei am Freitag, 26. März, einen 22-jährigen Mann aus der Region festgenommen hat. Er steht unter dringendem Verdacht, für den Tod des am 5. April 2020 in einer Höhle am Bruggerberg aufgefundenen jungen Mannes aus dem Kanton Zürich verantwortlich zu sein.

Was war passiert?

Die Oberstaatsanwaltschaft führt aus: Nachdem Passanten am 5. April 2020 am Bruggerberg eine Höhle freigeschaufelt hatten und darin auf die sterblichen Überreste eines jungen Mannes stießen, waren die Umstände, die zu dessen Tod geführt hatten, zunächst unklar. Die Beurteilbarkeit der Todesursache sei im Rahmen der Obduktion eingeschränkt gewesen. Das damals von der Staatsanwaltschaft
Brugg-Zurzach in Auftrag gegebene rechtsmedizinische Gutachten konnte keine äußeren Gewalteinwirkungen
feststellen. Jedoch hätten die weiteren Erhebungen aufgezeigt, dass die Höhle von außen verschlossen worden sein musste.

Was ist über den Tatverdächtigen bekannt?

Nach umfangreichen Ermittlungen hat die Kantonspolizei nun am vergangenen Freitag einen 22-jährigen Mann aus der Region Brugg festgenommen. Zum Aussageverhalten des Beschuldigten macht die Staatsanwaltschaft aufgrund der laufenden Ermittlungen keine Angaben. Weitere Erkenntnisse aus den bisherigen Ermittlungen teilen Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft Aargau aufgrund der
laufenden Untersuchung nicht mit der Öffentlichkeit. Sowohl der genaue Hergang, als auch Motiv und Hintergrund der Tat sind nach wie vor Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Wie geht es nun weiter?

Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach hat gegen den Beschuldigten ein Verfahren eröffnet wegen vorsätzlicher Tötung und beim Zwangsmaßnahmengericht Untersuchungshaft für die vorläufige Dauer von drei Monaten beantragt. Sobald es der Stand des Verfahrens erlaubt, will die Staatsanwaltschaft wieder aktiv kommunizieren.

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