Das Vereinsleben der über 100 Musikvereine der Region ist seit knapp einem Jahr quasi zum Erliegen gekommen. Im Sommer des vergangenen Jahres waren zeitweise Proben und kleinere musikalische Anlässe mit guten Hygienekonzepten möglich. „Ein gewohntes Vereinsleben und gemeinsames Musizieren, wie wir es gewohnt sind, war aber nicht machbar“, so der Präsident des Blasmusikverbands Hochrhein, Felix Schreiner, in einer Pressemitteilung.

Die Corona-Krise trifft die Vereine auch finanziell. Veranstaltungen, bei denen die Musikvereine Einnahmen hätten erarbeiten können, haben nicht stattgefunden. Gleichzeitig laufen Kosten weiter. „Die finanziellen Auswirkungen machen auch bei den Musikvereinen keine Ausnahme“, so Felix Schreiner. Fixkosten, Reparaturen, Jugendarbeit und Kosten für professionelle oder nebenberufliche Dirigenten laufen trotz Corona auf der Ausgabenseite auf. „Ich begrüße sehr, dass das Land Vereinshilfen auf den Weg gebracht hat. Die finanzielle Unterstützung hilft auch den Musikvereinen in unserer Region“, so Felix Schreiner. In den kommenden Tagen sollen die Förderungen über den Blasmusikverband Hochrhein an die Musikvereine gehen. Insgesamt werden es rund 109.000 Euro sein. „Mit dem Vereinsprogramm leistet das Land einen wichtigen Beitrag für das Vereinswesen, die Kultur und die Blasmusik in unserer Region“, so Schreiner.

Die Zuschüsse, die sich an den Mitgliederzahlen orientieren, sollen die finanziellen Ausfälle der Vereine etwas lindern, aber auch als symbolisches Zeichen für die Wertschätzung der Amateurmusik in dieser schwierigen Zeit bis zum Wiedereinstieg darstellen.

Das könnte Sie auch interessieren