Ebenso wie im Landkreis Waldshut gilt nun auch im Landkreis Lörrach eine Allgemeinverfügung des Landratsamts, die eine Ausgangsbeschränkung zwischen 21 und 5 Uhr umfasst. „Damit setzt das Landratsamt einen Mittwochabend veröffentlichten Erlass des Landes Baden-Württemberg um. Dieser sieht grundsätzlich eine regionale nächtliche Ausgangsbeschränkung in Landkreisen vor, die wie der Landkreis Lörrach aktuell eine 7-Tages-Inzidenz über 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern aufweisen“, teilt das Landratsamt mit.

Was ist erlaubt und was verboten?

Laut Landratsamt Lörrach ist das Verlassen der Wohnung ist damit weiterhin nachts nur aus triftigen Gründen gestattet, unter anderem für berufliche und dienstliche Tätigkeiten, den Besuch von Ehe- oder Lebenspartnern, bei Inanspruchnahme medizinischer, pflegerischer oder therapeutischer Leistungen, der Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und sonstigen vergleichbar gewichtigen Gründen.

Wie lange gilt die Allgemeinverfügung?

Die Allgemeinverfügung gilt laut Landratsamt zunächst bis zum 1. März 2021. Sollte unabhängig davon drei Tage in Folge die 7-Tages-Inzidenz unter 50 sinken, wird die Ausgangsbeschränkung ebenfalls aufgehoben. Maßgeblich hierfür sind die Lageberichte des Landesgesundheitsamts. Die Allgemeinverfügung ist abrufbar unter www.loerrach-landkreis.de/bekanntmachungen.

Warum wird diese Regelung getroffen?

„Notwendig wird die Umsetzung des Landes-Erlasses, da einerseits ein diffuses Infektionsgeschehen mit einer 7-Tages-Inzidenz über 50 vorliegt und andererseits durch die Virus-Mutationen ein erhöhtes Gefahrenpotential ausgeht“, heißt es in der Mitteilung. Denn trotz momentan tendenziell sinkender Fallzahlen, tauchen vermehrt Fälle von Virusvarianten mit erhöhtem Ansteckungspotenzial auf. Sollten die Virusvarianten sich schnell weiterverbreiten, sei damit zu rechnen, dass wieder mit einer Steigerung bis hin zur exponentiellen Entwicklung der Infektionen zu rechnen ist.

Das könnte Sie auch interessieren

„Mit höheren Übertragungsraten wären dann auch weitaus höhere Inzidenzwerte als jene im Dezember denkbar. Dies zu verhindern und damit die Gesundheit der Bevölkerung und die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems zu schützen ist Aufgabe der zuständigen Behörden und macht daher auch diese Allgemeinverfügung notwendig“, so der Wortlaut der Mitteilung.

Gibt es Unterschiede zur Allgemeinverfügung des Landkreises Waldshut?

Die neue Allgemeinverfügung des Landratsamts Waldshut gilt ebenfalls ab Freitag, 12. Februar, ist aber befristet bis 26. Februar – sie wird – wie in Lörrach – vorzeitig aufgehoben, wenn die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Wert von 50 unterschreitet.

Das könnte Sie auch interessieren