Ein Besuch auf der Kreismülldeponie Lachengraben ist derzeit ein kleines Erfolgserlebnis. Nicht nur, weil dann endlich der Müll aus dem Haus geräumt ist. Sondern weil der Besuch selbst so herrlich normal ist: Man fährt hin, lädt seine Sachen aus, wirft sie in die gekennzeichneten Container und fährt wieder nach Hause. Dass weltweit ein Virus grassiert, davon ist hier fast nichts mehr zu spüren.

Abstand halten wird empfohlen, ist aber keine Pflicht. Auf dem Lachengraben kommen und gehen die Besucher ohne große Einschränkungen.
Abstand halten wird empfohlen, ist aber keine Pflicht. Auf dem Lachengraben kommen und gehen die Besucher ohne große Einschränkungen. | Bild: Maria Schlageter

Denn die Kreismülldeponie hat sich seit ihrer Wiedereröffnung im April aus dem Lockdown sozusagen rehabilitiert. Heute auf den Lachengraben zu gehen, unterscheidet sich praktisch nicht mehr von Besuchen vor Corona.

Keine Mundschutzpflicht mehr

„Es besteht weiterhin die Empfehlung an unsere Kunden, nicht zuletzt zum eigenen Gesundheitsschutz beim Besuch des Recyclinghofes einen Mundschutz zu tragen. Dies steht jedoch im freien Ermessen jedes Kunden und stellt keine Verpflichtung dar“, erklärt Michael Swientek, Pressesprecher des Landratsamtes in Waldshut.

Die Container sind so gekennzeichnet, dass jeder problemlos seinen Müll entsorgen kann.
Die Container sind so gekennzeichnet, dass jeder problemlos seinen Müll entsorgen kann. | Bild: Maria Schlageter

Ganze drei Wochen hatte der Lachengraben während des Höhepunkts der Epidemie in Deutschland geschlossen. Seit dem 20. April sind alle Recyclinghöfe im Kreis wieder offen.

Die Wiederinbetriebnahme fand zunächst noch unter strikteren Vorgaben statt. Dies auch weil der Andrang sehr groß war, wie Swientek berichtet: „Vor allen Höfen bildeten sich Warteschlangen. Dieser erhöhte Besucherandrang hielt noch während der ersten beiden Öffnungswochen an.“

Bürger haben Verständnis

Seither kehre Schritt für Schritt die Normalität zurück, sodass mittlerweile die Einschränkungen fast schon nebensächlich sind: Mitarbeiter begegnen den Kunden mit Mundschutz, direkter Körperkontakt wird von allen Seiten vermieden – penetrant darauf hingewiesen oder zurechtgewiesen wird man jedoch nicht.

Welche Regeln gelten für Kunden auf den Recyclinghöfen?

Die Entscheidung die Maßnahmen zu lockern begründet das Landratsamt mit dem zurückgegangenen Infektionsgeschehen im Kreis. „Nachdem die Infektionszahlen gesunken sind besteht nur noch die Empfehlung. Seit Mai hat sich der Betrieb normalisiert und auch Kunden zeigten sich überwiegend verständnisvoll“, so Swientek.

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